Hamburg & Schleswig-HolsteinKieler Woche: Vier Medaillen für Nationalsegler

Sonne satt, aber kaum Wind: Viele Finalläufe der Olympia-Segler fallen aus. Es gibt aber Gold, Silber und zweimal Bronze für die Deutschen.
Kiel (dpa/lno) - Das Hochdruckgebiet Hartmut hat der 132. Kieler Woche ein flaues Finale für die Olympia-Segler beschert. Die Medaillenrennen konnten nur in zwei von sechs Klassen ausgetragen werden. Am Nachmittag wurde die Veranstaltung dann wegen Windmangels abgebrochen.
Die Vizeweltmeister Simon Diesch/Anna Markfort (Deggerhausertal/Kiel) verteidigten ihre Führung im 470er-Mixed kampflos. Für den Steuermann ist es der zweite, für die Vorschoterin der dritte Erfolg auf der Förde. "Dieser Sieg ist deshalb viel wert, weil die Leichtwindbedingungen in der Vergangenheit eher nicht unsere Sahnebedingungen waren", sagte Anna Markfort.
Auf den Plätzen zwei und drei der deutschen Paradedisziplin landeten Malte Winkel/Bente Batzing (Norddeutscher Regatta Verein/Schweriner Yacht-Club) vor Theresa Löffler/Christopher Hoerr (Deutscher Touring Yacht-Club). Die vierte DSV-Medaille erkämpften Sophie Steinlein/Catherine Bartelheimer (NRV/Segelclub Inning am Ammersee) mit Bronze bei den 49erFX-Skiffseglerinnen.
Finalduell zwischen Buhl und Schweckendiek fällt aus
Das mit Spannung erwartete Finalduell zwischen dem 36 Jahre alten Ilca-7-Dauerbrenner Philipp Buhl (Sonthofen) und dem 21-jährigen Kieler "Kronprinzen" Ole Schweckendiek fiel der Flaute zum Opfer. Nach fünf Wettfahrten blieb es bei den Plätzen vier für Schweckendiek und fünf für Buhl.
"Für den Wind kann niemand was. Ich bin sportlich zufrieden und nach dem turbulenten letzten Jahr froh zu sehen, wie sich die Kieler-Woche-Organisatoren ins Zeug gelegt und welche positiven Veränderungen sie hingelegt haben", sagte Buhl.