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Hamburg & Schleswig-HolsteinKleinere Laternenumzüge möglich - Michel-Umzug fällt aus

10.10.2020, 08:39 Uhr
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(Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild)

"Laterne laufen" wird in Hamburg trotz Corona möglich sein. Doch es gibt Regeln, die zu beachten sind. Viele Kitas erarbeiten noch einen Plan für den Martinstag. Der Hamburger Michel hat dagegen schon entschieden.

Hamburg (dpa/lno) - Obwohl in diesem Jahr coronabedingt viele größere Laternenumzüge in Hamburg ausfallen werden, müssen Kinder und Eltern wegen des Coronavirus nicht zwingend darauf verzichten. Denn Laternenumzüge sind formal Veranstaltungen unter freiem Himmel. Sie seien laut Eindämmungsverordnung im Freien mit bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Wie üblich gelten auch dabei die Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Gerade bei diesen Umzügen dürfte das kein Problem sein, so der Behördensprecher weiter. "Beim Laterne-Gehen sorgt ja meistens schon die Laterne für etwas Abstand. Auch wenn nicht jeder Laternenstab 1,50 Meter lang ist: Corona steht diesen traditionellen Veranstaltungen an der frischen Luft nicht im Weg, solange wie im restlichen Alltag die üblichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden."

Die Hauptkirche St. Michaelis verzichtet dennoch in diesem Jahr auf den Laternenumzug. "Der diesjährige öffentliche Martinsumzug mit üblicherweise mehreren Hundert Teilnehmenden, an dem die Hauptkirche St. Michaelis beteiligt ist, wird aufgrund der sich in diesen Tagen ja verschärfenden Pandemie-Situation nicht stattfinden können", sagte ein Michel-Sprecher der dpa. "Wir bedauern dies sehr und überlegen nach den Herbstferien, wie in unseren Einrichtungen und Gruppen dieser für uns wichtige Tag wahrgenommen werden kann", hieß es weiter. Auch andere größere Züge in den Stadtteilen fallen dem Stadtportal hamburg.de zufolge aus.

Die Landesjugendpastorin der Nordkirche, Annika Woydack, bezeichnete die Laternenumzüge und Martinszüge als "echte Highlights im Kirchenjahr für die Kinder und Familien". Sie hoffe, dass die Entwicklung der Fallzahlen kleinere Martinszüge zulasse. "Sind doch gerade die Lichter der Laternen, die im Dunkeln leuchten, starke Hoffnungszeichen in unserer aktuellen Situation", erklärte die Pastorin.

Die kirchlichen Kitas in Hamburg setzen mit Blick auf den St.-Martinstag am 11. November indes zunächst auf Vorsicht. "Wir müssen auf Sicht fliegen und sehen, wie es dann mit den Verhaltensregeln aussehen wird", sagte ein Sprecher des Kirchenkreises Hamburg-Ost dazu der dpa. "Ein Laternenumzug mit Kitakindern - das sind ein paar Schritte an der frischen Luft um den Block."

Von der Kirche selbst gebe es für die Kitas dazu keine Ansagen oder Regelungen. Viele Kitas würden sich stattdessen - teilweise auch zusammen mit den Eltern - selbst überlegen, wie die Feier zum St.-Martinstag und damit auch die Laternenumzüge in diesem Jahr trotz Corona umgesetzt werden können.

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