Hamburg & Schleswig-HolsteinKrimi in Flensburg: Die SG büßt Punkte im Titelrennen ein

Spannung bis zur letzten Sekunde: Die SG Flensburg-Handewitt muss sich im Heimspiel gegen Gummersbach mit einem Remis begnügen. Der Abstand auf Spitzenreiter Magdeburg wächst.
Flensburg (dpa/lno) - Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt sind bei der Verfolgung von Spitzenreiter SC Magdeburg gestolpert. Die Norddeutschen erreichten im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach nur ein 37:37 (20:17) und liegen als Tabellenzweiter mit 23:5 Zählern nun vier Minuspunkte hinter dem SCM (25:1). Gummersbach (20:8) bleibt Fünfter.
Nach einem ausgeglichenen Start in die Partie setzte sich die Mannschaft von SG-Trainer Ales Pajovic vor den 6.300 Zuschauern in der Flensburger Arena allmählich ab. Von 6:5 (9. Minute) ging es auf 12:7 (14.). Den Treffer zur ersten Fünf-Tore-Führung der Gastgeber erzielte Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla. Der Gummersbacher Coach Gudjon Valur Sigurdsson nahm eine Auszeit - und wurde deutlich: "Die Abwehr ist scheiße", sagte der Isländer.
Gummersbacher Defensive legt nach der Pause zu
Vor allem mit Marko Grgic hatte die Defensive der Oberbergischen große Probleme. Der Nationalspieler war schon in der ersten Halbzeit neunmal erfolgreich. Am Ende stand der 22-Jährige als bester SG-Werfer bei 13 Treffern.
Im zweiten Abschnitt agierte die VfL-Abwehr wesentlich stärker. Beim 23:23 (39.) war der Ausgleich hergestellt, beim 34:33 (53.) lagen die Gäste wieder vorn. Ausgerechnet der Ex-Flensburger Kay Smits setzte beim 35:36 (58.) aus Sicht des VfL einen Siebenmeter über das Tor. Nur Sekunden vor dem Ende erzielte Tilen Kodrin aber noch den verdienten Ausgleichstreffer für Gummersbach, das im siebenfachen Torschützen Julian Köster seinen besten Werfer hatte.