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Hamburg & Schleswig-HolsteinMadsen drängt auf mehr Marineaufträge für Nord-Werften

19.01.2026, 05:02 Uhr
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Kleinere Werften im Norden hoffen auf Aufträge aus dem Sondervermögen. Wirtschaftsminister Madsen sieht "noch Luft nach oben" bei den Rüstungsprojekten für Schleswig-Holstein.

Kiel (dpa/lno) - Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen hofft auf Rüstungsaufträge durch das schuldenbasierte Sondervermögen auch für kleinere Werften in Schleswig-Holstein. Zwar sei unstreitig, dass die beiden Wehrtechnik-Riesen TKMS und Rheinmetall sowie das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG massiv vom Sondervermögen profitieren, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Bei den übrigen Betrieben der maritimen Branche - insbesondere bei den Werften im Norden - sieht Madsen dagegen "noch Luft nach oben". Weder bei der zu Lürssen gehörenden Kröger-Werft in Schacht-Audorf noch German Naval Yards in Kiel seien größere neue graue Projekte in der Pipeline.

Profitiert die FSG?

Der größte deutsche Marineschiffbauer TKMS mit Hauptsitz Kiel hofft, bei dem in Schwierigkeiten geratenen Fregatten-Projekt 126 für die Deutsche Marine einspringen zu dürfen. Als Übergangslösung könnte ein der von der Werft entwickelte Typ A200 dienen. TKMS habe dem Beschaffungsamt bereits einen Vorvertrag geschickt, um bei einer Zusage schnell bauen zu können, hatte der TKMS-Vorstandsvorsitzende Oliver Burkhard im Dezember erklärt. Durch einen Vorvertrag könne sichergestellt werden, dass 2029 das erste Schiff übergeben werden könnte.

Gebaut würde demnach aber nicht am Hauptsitz Kiel, sondern an einem externen Standort. Laut früherer Aussage Burkhards sollte der Bau der Schiffe in Bremerhaven und auch in Flensburg erfolgen und dem Steuerzahler Geld sparen: "Eine F126 kostet so viel wie zwei A200." Das Vorhaben im Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro ist ein zentrales Rüstungsprojekt für die Deutsche Marine.

Madsen betont, "damit besteht die große Hoffnung, dass auch die zur Rönner-Gruppe gehörende Flensburger Schiffbaugesellschaft zumindest einen kleinen Teil vom Kuchen abbekommt".

Am Nachmittag will der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz (SPD), der Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags ist, Rheinmetall Landsysteme in Flensburg besuchen.

Quelle: dpa

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