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Hamburg & Schleswig-HolsteinMehr als 88.000 Stimmen gegen Kürzungen bei Schulbegleitung

11.09.2026, 12:59 Uhr
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(Foto: Jonas Güttler/dpa)

Mehr als 88.000 Unterschriften für Inklusionskinder: Warum die geplanten Kürzungen bei der Schulbegleitung viele Eltern und Lehrkräfte alarmieren.

Hamburg (dpa/lno) - Der Protest gegen Änderungen bei der Schulbegleitung für Inklusionskinder hält an. Inzwischen haben mehr als 88.000 Menschen die Online-Petition "Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg" auf Change.org unterzeichnet. Nach Angaben der Gewerkschaft GEW soll die Petition an diesem Dienstag an Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) übergeben werden. Nach dem Termin um 16:45 Uhr vor der Schulbehörde sei ein fachlicher Austausch mit Bekeris und Vertretern der Petition geplant.

Weniger pädagogisches Fachpersonal

Auslöser des Streits ist die von der Schulbehörde aus Kostengründen beschlossene Neuorganisation der Schulbegleitung. Demnach sollen weniger pädagogische Fachkräfte und mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eingesetzt und die Stundenzahl deutlich reduziert werden. Kinder mit den sonderpädagogischen Förderbedarfen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung erhalten zudem im ersten Jahr künftig gar keine Schulbegleitung mehr.

Nach Behördenangaben wurde im Schuljahr 2011/12 noch in etwa 460 Fällen eine Schulbegleitung bewilligt. Im vergangenen Schuljahr seien es bereits rund 4.000 gewesen. Die Kosten kletterten demnach von 6,75 Millionen Euro 2014 auf 42,15 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Für 2027 seien sogar 44 Millionen Euro eingeplant.

Bekeris: Schulbegleitung ist eine gesetzliche Leistung

Bekeris hatte immer wieder erklärt, dass Schulbegleitung eine gesetzliche Leistung sei. Und gebe es einen überprüften Bedarf, dann stehe er dem Kind auch zu. Gleichwohl gab es während der Sommerferien erheblichen Unmut über die tatsächlich bewilligten Stundenzahlen. So seien bei insgesamt 540 Fällen Fragen und Beschwerden bei der Schulbehörde eingegangen. Zuletzt hatten auch Förderschulen Alarm geschlagen, hatten erklärt, dass sie unter den gegebenen Bedingungen die Schulpflicht nicht weiter kontrollieren könnten.

Quelle: dpa

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