Hamburg & Schleswig-HolsteinMidyatli kann Regierungswechsel im Norden kaum erwarten

SPD-Fraktionschefin Midyatli kritisiert die schwarz-grüne Landesregierung und fordert mehr Einsatz für Bildung in Schleswig-Holstein.
Büdelsdorf (dpa/lno) - SPD-Fraktionschefin Serpil Midyatli sehnt sich nach einem Regierungswechsel in Schleswig-Holstein. "Es ist Zeit für einen Regierungswechsel und ich kann den ersten Tag der Amtszeit von Ulf Kämpfer kaum erwarten", sagte sie beim außerordentlichen Parteitag der Sozialdemokraten in Büdelsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde).
Es gehe nicht nur darum, dass besser regiert werde als unter der amtierenden schwarz-grünen Landesregierung, sondern dass überhaupt regiert werde. "Und das ist es auch bitter nötig, denn wenn wir uns die Lage an unseren Schulen angucken, dann ist es dramatisch", betonte Midyatli.
Die Unterrichtsversorgung sei geschmälert worden und es gebe weniger Stellen für Lehrkräfte. Midyatli erklärte: Die Folge sei, dass die Kinder und Jugendlichen weniger Unterricht, weniger Förderung und weniger Chancen bekämen. Bildung dürfe nicht an fehlenden Ressourcen scheitern, so die Sozialdemokratin.
Midyatli hat bei dem Parteitag in Büdelsdorf den Landesvorsitz der Nord-SPD an Ulf Kämpfer übergeben. Der noch bis April amtierende Oberbürgermeister von Kiel erhielt bei der Wahl 93,9 Prozent der Stimmen. Er ist auch Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Midyatli bleibt Landtagsfraktionschefin im nördlichsten Bundesland und SPD-Bundesvize.