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Hamburg & Schleswig-HolsteinSPD-Fraktion fordert umfassendes Bild über Schwimmbäder

25.01.2026, 05:02 Uhr
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Wie steht es um die Schwimmbäder in Schleswig-Holstein? Die SPD-Fraktion fordert in einer Großen Anfrage Transparenz über Zustand, Sanierungsbedarf und Schwimmunterricht.

Kiel (dpa/lno) - Mit einer Großen Anfrage im Landtag will sich die SPD-Fraktion ein Bild über die Situation der Schwimmbäder in Schleswig-Holstein verschaffen. Der sportpolitische Sprecher der Fraktion, Kianusch Stender begründete das mit der Ablehnung eines Schwimmstätten-Katasters im Innen- und Rechtsausschuss.

In den vergangenen Jahren seien viele Schwimmbäder vor allem in ländlichen Regionen geschlossen wurden. Sanierungskosten und strukturelle Unterfinanzierung hätten dazu geführt, so Stender. "Mit jeder Schließung eines Schwimm- oder Freibads verlieren wir nicht nur eine Sportstätte – wir verlieren die Möglichkeit, Kindern die Fähigkeit zu geben, sich im Wasser sicher zu bewegen." Das erklärte Ziel bleibe: "Jedes Kind in Schleswig-Holstein muss schwimmen lernen können."

SPD: Geld strategisch verteilen

Zurzeit gebe es überdurchschnittlich viel finanzielle Unterstützung durch den Bund für Schwimmstättensanierung und -neubau. Damit dieses Geld nicht mit der Gießkanne, sondern strategisch verteilt werde, sei eine umfassende Datengrundlage zum Status-Quo nötig. "So wird erkennbar, wo wir bereits eine Unterversorgung haben oder wo sich durch zukünftige Schließungen weiße Flecken ergeben."

Wissen möchte die SPD-Fraktion unter anderem, wie viele Schwimmstätten welcher Art und in welchem Zustand es im nördlichsten Bundesland gibt. Außerdem werden detaillierte Informationen zum Schwimmunterricht, zu Beschäftigten in den Schwimmstätten, zum Sanierungsbedarf und zu Einschränkungen im Betrieb gefordert. Für die Beantwortung hat die Landesregierung drei Monate Zeit.

Land stellt 25 Millionen Euro aus Sondervermögen bereit

Die Landesregierung fördert nach jüngsten Angaben von Innenministerin Magdalena Finke (CDU) Neubau und Erweiterung von Schwimmbädern mit 25 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Projektvorschläge können jetzt eingereicht werden.

Quelle: dpa

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