Hamburg & Schleswig-HolsteinSchauspieler Paul Behren erhält Ulrich-Wildgruber-Preis

Der Preis soll "eigenwillige Begabungen fördern, die in einer Welt von geklonten Fernsehgesichtern besonders aufgefallen sind". Nun wurde die Auszeichnung vergeben.
Hamburg (dpa/lno) - Der Schauspieler Paul Behren hat am Sonntag im Hamburger St.-Pauli-Theater den mit 10.000 Euro dotierten Ulrich-Wildgruber-Preis erhalten. "Die sensible Art und Weise, wie es ihm gelingt, seine Figuren, wie jüngst als Castorfs Hamlet, in ihrem grandiosen Scheitern in die Nähe eines Menschen zu rücken, der alles begreift und nichts kann, der ratlos vor sich selbst und seiner Zeit steht, begeistert", heißt es in der Begründung der Jury.
Paul Behren wurde 1991 in Tübingen geboren und schloss ein Diplomstudium in Schauspiel an der Folkwang Universität sowie ein Masterstudium in Tanz und Choreografie ab. Seit 2015 arbeitet er mit verschiedenen Regisseuren und Regisseurinnen wie Katie Mitchell, Frank Castorf, Falk Richter, Karin Beier und Michael Thalheimer zusammen. Seit 2016 ist der freischaffende Schauspieler und Choreograf regelmäßig am Deutschen Schauspielhaus Hamburg als Gast zu sehen.
Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger
Die Auszeichnung erinnert an den Schauspieler Ulrich Wildgruber (1937-1999). Bisherige Preisträger waren unter anderem Alexander Scheer, Sandra Hüller und Fabian Hinrichs. Die letzten fünf Preisträgerinnen und Preisträger waren Linn Reusse (2025), Amanda Babaei Vieira (2024), Dimitrij Schaad (2023), Lilith Stangenberg (2020) und Franz Rogowski (2019).
Der Preis soll in Erinnerung an einen der außergewöhnlichsten Schauspieler des deutschen Nachkriegstheaters Schauspieler und Schauspielerinnen fördern, die auf besondere Weise in den Medien Film und Theater auf sich aufmerksam gemacht haben.