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Hamburg & Schleswig-HolsteinTarifabschluss in der Süßwarenindustrie im Norden

18.08.2026, 18:25 Uhr
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Beschäftigte in der Süßwarenindustrie im Norden erhalten mehr Geld: Der neue Tarifvertrag bringt stufenweise Entgelterhöhungen und zusätzliche Erholungsbeihilfen.

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Mehr Geld für Beschäftigte der Süßwarenindustrie in Hamburg und Schleswig-Holstein: Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich bei ihren Tarifverhandlungen auf eine mehrstufige Entgelterhöhung geeinigt. Der Abschluss für die rund 4.500 Beschäftigten hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum 30. April 2028, wie die Beteiligten mitteilten.

Rückwirkend zum 1. Juni werden die Entgelte um 2,9 Prozent angehoben. Weitere Erhöhungen folgen um 0,3 Prozent zum 1. November 2026 und um 2,9 Prozent zum 1. Juni 2027. Im September 2026 und im Mai 2027 werden Erholungsbeihilfen in Höhe von je 80 Euro gezahlt, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Auf die Auszubildenden werden die prozentualen Erhöhungen umgesetzt. Die Erholungsbeihilfen erhalten sie jeweils zur Hälfte.

"Das Tarifergebnis verlangt den Betrieben wirtschaftlich viel ab und bringt sie an die Grenze des finanziell Vertretbaren", kommentierte der tarifpolitische Geschäftsführer des BDSI, Mario Mundorf, den Abschluss. Mit der zweijährigen Laufzeit sei es jedoch gelungen, den Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein ein hohes Maß an Planungs- und Kostensicherheit zu geben.

Aus Sicht des Landesbezirksvorsitzenden der NGG Nord, Finn Petersen, handelt es sich um einen tragbaren Tarifabschluss, der aber ein Risiko in der Inflationsentwicklung habe. "Wir hätten uns eine kürzere Laufzeit gewünscht." Auch für die Auszubildenden habe man sich mehr erhofft.

Quelle: dpa

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