Hamburg & Schleswig-HolsteinTarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel ohne Einigung

Die Gewerkschaft äußert sich verärgert, die Arbeitgeber halten die Forderungen für überzogen. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Im August sollen die Gespräche fortgesetzt werden.
Hamburg (dpa/lno) - In den Tarifverhandlungen für den Hamburger Groß- und Außenhandel zeichnet sich weiter keine Einigung ab. Die Arbeitgeberseite hielt am bestehenden Angebot fest, das von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt wird. Die Gewerkschaft bereitet nach eigener Aussage Warnstreiks vor.
Der AGA Unternehmensverband bietet eine Entgelterhöhung in zwei Stufen um insgesamt 3,4 Prozent bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit. Verdi fordert eine Steigerung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro im Monat, und der Vertrag soll ein Jahr lang gelten. Den Tarifparteien zufolge betreffen die Verhandlungen rund 60.000 Beschäftigte.
"Es verärgert uns sehr, dass die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorgelegt, sondern ihr altes Angebot lediglich wiederholt haben", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp nach der dritten Tarifrunde. Der AGA Unternehmensverband kritisierte die Verdi-Forderungen als überzogen.
Nach Darstellung von Verdi ist der Groß- und Außenhandel in Hamburg weitgehend mittelständisch aufgebaut. Die Verhandlungen betreffen unter anderem Medikamentengroßhändler, Händler von Autoteilen und Stahl sowie Unternehmen wie Metro und Handelshof.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 11. August geplant.