Hamburg & Schleswig-HolsteinUmweltschützer klagen wegen Demoverbots gegen Ordnungsamt
Umweltschützer wollen auf der A23 demonstrieren. Doch der Kreis will die Demo verbieten und argumentiert mit Sicherheitsbedenken. Dagegen wehren sich die Veranstalter mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht.
Schleswig (dpa/lno) - Umweltschützer der Gruppe "A20 Nie" wollen ihre im Rahmen bundesweiter Aktionstage für den 2. Juni geplante Demonstration gerichtlich erzwingen. Die Veranstalter hätten einen Eilantrag gegen die Untersagung der Demonstration eingereicht, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts in Schleswig am Montag. Darüber werde im Laufe dieser Woche entschieden. Zuvor hatte der "SHZ" über die Klage berichtet.
Die Umweltaktivisten wollen nach gegenwärtigen Planungen am 2. Juni aus zwei verschiedenen Richtigen auf der A23 bis zur Anschlussstelle Hohenfelde fahren. Dort wollen sie die Autobahn verlassen und entlang der geplanten Route der A20 weiter bis nach Glückstadt fahren. Dort solle eine große Abschlusskundgebung stattfinden, teilten die Veranstalter mit. Sie erwarten nach eigenen Angaben rund 500Teilnehmer.
Das Ordnungsamt des Kreises Steinburg hatte die Demonstration auf der A23 unter anderem wegen Sicherheitsbedenken untersagt. Durch die Sperrung bestehe die Gefahr von Staus und Auffahrunfällen, hieß es.