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Hamburg & Schleswig-HolsteinWissenschaftssenatorin ruft zu Krebsvorsorge auf

04.02.2026, 15:43 Uhr
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Vorsorge kann eine Krebserkrankung verhindern oder früher erkennen. Anlässlich des Weltkrebstags wird aufgerufen, solche Termine wahrzunehmen.

Hamburg (dpa/lno) - Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal hat Hamburgerinnen und Hamburger dazu aufgerufen, zur Krebsvorsorge zu gehen. "Nutzen Sie die Angebote der Krebsfrüherkennung und lassen Sie sich beraten", sagte die Grünen-Politikerin in einer Mitteilung anlässlich des heutigen Weltkrebstags.

Alice Nennecke, Leiterin des Hamburgischen Krebsregisters, sagte: "Eine frühe Diagnose erhöht häufig die Überlebenschancen – unabhängig von der Krebsart."

Viele Menschen erkranken in Deutschland an Krebs

Laut Behörde erkrankt in Deutschland fast jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens an Krebs – bei Männern sind es 49 Prozent, bei Frauen 43 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte aller erwachsenen Krebserkrankten könne geheilt werden – auch dank der Möglichkeiten der modernen Krebsvorsorge.

Die Behörde wies darauf hin, dass Darmkrebs in Deutschland mit jährlich rund 57.000 Neuerkrankungen eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland sei. In Hamburg seien 2024 mehr als 1.100 Menschen daran erkrankt – dies entspreche 9,5 Prozent der Krebsneuerkrankung bei Männern und 10 Prozent bei Frauen.

Die Sterblichkeit an Darmkrebs nimmt demnach aufgrund verbesserter Vorsorge und Therapiemöglichkeiten ab. Laut Behörde haben in Deutschland ab 50 Jahren alle Versicherten Anspruch auf eine Darmspiegelung – Frauen und Männer. Diese Untersuchung helfe, Krebs zu vermeiden, weil kleine Polypen direkt dabei entfernt werden könnten. Wer keine Darmspiegelung vornehmen will, könne ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest auf unsichtbares Blut durchführen lassen.

Quelle: dpa

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