Hamburg & Schleswig-HolsteinZahl der Badetoten in Hamburg auf Vorjahresniveau

Hamburg zeichnet sich durch die Nähe zum Wasser aus. Neben Alster und Elbe locken im Sommer auch Seen und Kanäle Menschen ins Wasser. Dabei kommt es auch zu Unfällen. Die DLRG zieht Bilanz.
Bad Nenndorf/Hamburg (dpa/lno) - Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Badetoten in Hamburg im vergangenen Jahr leicht gestiegen. 15 Menschen seien 2025 in den Gewässern der Hansestadt ums Leben gekommen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) im niedersächsischen Bad Nenndorf mit. Ein Jahr zuvor waren es noch 14. Deutschlandweit sank die Zahl der Badetoten den Angaben zufolge hingegen um 18 auf 393.
Zwei Drittel der tödlichen Unfälle (10) in Hamburg ereigneten sich laut DLRG während der Badesaison von Anfang Mai bis Ende August - davon allein fünf im August. Alle 15 Verunglückten kamen demnach in Flüssen (11) und Seen (4) zu Tode.
Deutlich mehr Männer ertrunken
Auch bundesweit kamen die meisten Menschen in diesen Gewässern ums Leben. "Flüsse, Seen und allgemein unbewachte Gewässer sollten möglichst gemieden werden", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. "Am sichersten ist das Baden und Schwimmen dort, wo Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Notfall direkt vor Ort sind."
Betroffen waren der Mitteilung zufolge in Hamburg wie bundesweit wieder deutlich mehr Männer als Frauen: Das Verhältnis lag in der Hansestadt bei elf zu zwei. Bei zwei Toten habe das Geschlecht nicht festgestellt werden können, hieß es.
Sechs der Opfer waren den Angaben zufolge älter als 51 Jahre, davon drei über 81. Jeweils ein Todesopfer wurde in den Altersgruppen 11 bis 20, 31 bis 40 und 41 bis 50 Jahre gezählt. In fünf Fällen fehlte eine Altersangabe.
DLRG fordert mehr Prävention und Schwimmlernangebote
Den Schlüssel zu geringeren Unfallzahlen liege in der Präventionsarbeit, sagte Vogt. "Insbesondere Menschen, die nicht sicher schwimmen können, müssen für die möglichen Gefahren sensibilisiert werden." Auch Angler auf Booten, Paddler oder Segler seien leider "noch allzu oft unbedarft, was ihre eigene Sicherheit betrifft".
Daneben forderte die DLRG-Präsidentin weiter einen Ausbau der Angebote fürs Schwimmenlernen - vor allem in den Schulen.