HessenAfD Hessen bejubelt Wahlsieg - Rhein dankt Sven Schulze

Der hessische SPD-Chef Bartol sieht im Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt einen Stresstest für die Demokratie. Was sagt Hessens AfD-Führungsduo?
Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt hat Hessens CDU-Regierungschef Boris Rhein seinem dortigen Amts- und Parteikollegen Sven Schulze für einen "unglaublich harten Wahlkampf" gedankt. Damit bezog sich Rhein auf Schulzes "starken Einsatz für Sachsen-Anhalt und die CDU", wie der hessische Ministerpräsident auf X schrieb. "Jetzt geht es darum, mit dem Votum der Wähler verantwortungsvoll umzugehen", ergänzte Rhein, der auch hessischer CDU-Landeschef ist.
Wie reagiert die hessische AfD?
Die AfD Hessen wertete den Wahlsieg ihrer Parteikollegen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als "grandiosen Erfolg" und "großen Vertrauensvorschuss der Bürger". Das teilten die hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Andreas Lichert mit.
"AfD-Stimmen sind längst keine Proteststimmen mehr, sondern Forderungen nach konkreten Politikveränderungen", ergänzten sie. Der Osten Deutschlands bildet laut Lambrou und Lichert "die politische Avantgarde und der Westen wird folgen".
Hessens SPD-Landeschef spricht von Zäsur
Hessens SPD-Chef Sören Bartol urteilte: "Mit der AfD hat erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine rechtsextreme Partei die meisten Stimmen auf sich vereint. Das ist eine Zäsur, die über ein landespolitisches Ereignis hinausgeht."
Die Wähler in Sachsen-Anhalt haben laut Bartol demokratisch ein Ergebnis herbeigeführt, das ein Stresstest für die Demokratie sei. Es müsse anerkannt werden. "Aber wir werden keinen Moment akzeptieren, dass Rechtsextremismus die Geschicke unseres Landes bestimmt", ergänzte er.