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HessenAgentur: Hessens Arbeitsmarkt auf Zuwanderung angewiesen

28.07.2026, 13:05 Uhr
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Mehr als 567.400 Ausländer arbeiten in Hessen – fast die Hälfte der Betriebe setzt auf internationale Teams. Warum das für die Zukunft entscheidend ist.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die hessische Wirtschaft bleibt nach Einschätzung der Arbeitsagentur in den kommenden Jahren darauf angewiesen, dass Arbeitskräfte aus dem Ausland zuwandern. Hintergrund ist die demografische Entwicklung: In den kommenden sieben Jahren werden 295.000 Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand gehen, ohne dass in jedem Fall Nachwuchs gefunden werden könnte. Es fehle an Nachwuchs.

"Umso wichtiger ist es, dass immer mehr Betriebe ausländische Arbeitnehmer beschäftigen", erklärt dazu der Chef der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin. Mehr als 80.000 Betriebe in Hessen beschäftigten bereits ausländische Mitarbeiter und seien dadurch "Chancengeber". Sie sicherten Arbeits- und Fachkräfte für ihren Betrieb und für die Gesellschaft.

Beschäftigungsaufbau von Ausländern getragen

Laut Agentur sind in Hessen mehr als 567.400 Ausländerinnen und Ausländer in rund 80.500 Betrieben beschäftigt. Das sind rund 20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und bei den Betrieben fast die Hälfte mit 49 Prozent. Einen höheren Anteil von Betrieben mit ausländischen Beschäftigten gibt es bundesweit nur in Berlin. In Hessen sind es vor allem kleinere Firmen, die bislang noch keine ausländischen Kollegen in der Belegschaft haben.

Die Agentur weist darauf hin, dass der Beschäftigungsaufbau in Hessen seit 2015 zu nahezu drei Vierteln mit Menschen aus dem Ausland gelungen ist. Von sämtlichen Beschäftigten ohne deutschen Pass arbeiten 43 Prozent in qualifizierten Jobs und 44 Prozent sind auf Helferniveau angestellt.

Quelle: dpa

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