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HessenBombe bei Gelnhausen entschärft – Anwohner dürfen zurück

23.01.2026, 13:46 Uhr
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Nachdem ein Blindgänger bei Gelnhausen unschädlich gemacht wurde, können rund 600 Anwohner zurück in ihre Häuser. Die Entschärfung verlief laut Stadt ohne Zwischenfälle.

Gelnhausen (dpa/lhe) - Nach der Entschärfung einer Weltkriegsbombe bei Gelnhausen können die rund 600 von der Evakuierung betroffenen Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Die Bombe sei von Experten des Kampfmittelräumdienstes erfolgreich und ohne Zwischenfälle unschädlich gemacht worden, teilte die Stadt mit - damit sei die Evakuierung aufgehoben.

Nach Angaben von Alexander Majunke, Leiter des hessischen Kampfmittelräumdienstes, handelte es sich bei dem Blindgänger um eine 250 Kilo schwere US-amerikanische Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie habe in rund vier Metern Tiefe im Grundwasser gelegen. Nachrutschender Kies und Wasser habe die Entschärfung besonders gemacht. Dennoch erfolgte diese nach Angaben einer Stadtsprecherin schneller als erwartet.

Bombe bei Bauarbeiten entdeckt

Der Blindgänger war in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten der Deutschen Bahn gefunden worden. Um ihn entschärfen zu können, musste die im Erdreich und im Grundwasserbereich liegende Bombe zunächst für die Entschärfung freigelegt werden.

Die Anwohner hatten in einem Sicherheitsradius von 500 Metern rund um den Fundort ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen - dies verlief nach Angaben der Stadt problemlos. Für die betroffenen Menschen war eine Sammelstelle in der Sport- und Kulturhalle im Stadtteil Meerholz eingerichtet worden. Schulen, Kitas oder Pflegeeinrichtungen waren nicht von der Entschärfung betroffen, wohl aber zwei landwirtschaftliche Betriebe mit Rinder- beziehungsweise Pferdehaltung. Die Tiere verblieben während der Maßnahmen in ihren Stallungen - wegen eines "unverhältnismäßig hohen Risikos" war von einer Verlegung abgesehen worden, wie die Stadt vorab erklärte.

Einschränkungen im Bahnverkehr

Während der Maßnahmen kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Fulda. So wurde die Strecke zwischen Hailer-Meerholz und Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) von 10.30 Uhr bis zum Ende der Entschärfung gesperrt, so dass dort keine Züge fuhren. Im Nahverkehr waren die Züge der Linien RE50, RB51 und RE5 zwischen Frankfurt und Fulda beziehungsweise Bad Soden-Salmünster betroffen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Langenselbold und Gelnhausen wurde eingerichtet. Im Fernverkehr wurden Züge umgeleitet. Die Fahrgäste waren gebeten worden, sich vor ihrem Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren.

Quelle: dpa

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