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HessenEKHN verschärft Regeln: Kein Amt für Extremisten

24.04.2026, 15:59 Uhr
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(Foto: Helmut Fricke/dpa)

Die Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verschärft die Wahlordnung für Kirchenvorstände. Mitglieder einer bestimmten Partei kommen für Leitungspositionen nicht mehr infrage.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Menschen mit rechtsradikalen Ansichten dürfen nicht mehr in leitende Ehrenämter in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gewählt werden. Die Synode der EKHN verabschiedete einen entsprechenden Zusatz zur Wahlordnung von Kirchenvorständen. Eine Mitgliedschaft in der AfD sei "ein Ausschlusskriterium", präzisierte die EKHN nach dem Votum der Synode. Das Gebiet der Kirche erstreckt sich auf Südhessen und Teile von Rheinland-Pfalz.

Nicht wählbar sind demnach Kandidaten, die "extremistische, antisemitische, rassistische oder sonst menschenverachtende Positionen vertreten" oder Mitglied von Organisationen sind, die solche Auffassungen vertreten, so Kirchenpräsidentin Christiane Tietz.

Wer ein kirchliches Amt übernehme, müsse die "Gottebenbildlichkeit eines jeden Menschen" anerkennen, so Tietz. "Wer Menschengruppen abwertet oder diskriminierende Positionen vertritt, erfüllt nicht die notwendige Loyalität gegenüber den Grundwerten der Kirche." Angebote wie Gottesdienste und Seelsorge stünden weiterhin "grundsätzlich für alle Menschen offen".

Quelle: dpa

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