HessenEnergieeffiziente Geräte für Menschen mit geringem Einkommen

Alte Stromfresser gegen energiesparende Geräte: Zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen verschenkt die Stadt Frankfurt Haushaltsgeräte. Wer kann an der Aktion teilnehmen?
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Um Menschen mit einem geringeren Einkommen zu entlasten, verschenkt die Stadt Frankfurt energieeffiziente Haushaltsgeräte. "Dabei werden stromfressende Geräte kostenlos in neue energieeffiziente getauscht. Voraussetzung: Sie müssen älter als zehn Jahre sein oder sie entsprechen nicht der Energieklasse D", teilte die Stadt mit.
Dabei gehe es beispielsweise um Kühlschränke, Waschmaschinen oder Kochherde. Familien oder Alleinerziehende mit mindestens drei Kindern könnten auch einen Geschirrspüler beantragen. Laut den Angaben stellt die Stadt Frankfurt für die Aktion vier Millionen Euro bereit. Davon profitieren können demnach bis zu 68.000 Haushalte.
Wer kann an der Aktion teilnehmen?
"Einen Antrag dafür können alle Personen stellen, die einen gültigen Frankfurt-Pass oder einen Bewilligungsbescheid über Asylbewerberleistungen, Bürgergeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe oder Wohngeld besitzen", erklärte die Stadt. Auch Haushalte mit geringem Einkommen, aber ohne Frankfurt-Pass.
"Mir ist es sehr wichtig, Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen im Alltag spürbar zu entlasten", sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD). "Mit dem kostenfreien Austausch sollen die Stromkosten der Haushalte durch moderne energieeffiziente Geräte dauerhaft gesenkt werden."
Frankfurt setze Zeichen für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit
Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) ergänzte: "Mit dem neuen Energiehilfefonds setzt Frankfurt ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Denn wir denken das Soziale nicht isoliert, sondern als Teil eines nachhaltigen Ganzen." Den Angaben zufolge könnten sich Interessierte etwa per E-Mail (info@frankfurt-pass-spart-strom.de) bewerben. Ob die alten Haushaltsgeräte die Kriterien erfüllen, prüfe der Energiesparservice der Caritas Frankfurt, hieß es.