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HessenErmittlungen nach Waldbränden - Jung dankt Feuerwehrleuten

13.08.2026, 17:54 Uhr
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Vermutlich Brandstiftung hat einen der größten Waldbrände der vergangenen 30 Jahre in Hessen ausgelöst. Forstminister Ingmar Jung würdigt das schnelle und professionelle Eingreifen der Feuerwehr.

Maintal/Rodenbach (dpa/lhe) - Nach dem großen Waldbrand bei Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis hat sich Forstminister Ingmar Jung (CDU) bei den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz bedankt. Sie hätten "hochprofessionell und mit großer Geschwindigkeit einen der größten Waldbrände in Hessen in den vergangenen 30 Jahren bekämpft", erklärte der Minister laut Mitteilung anlässlich eines Besuchs des Forstamts in Hanau-Wolfgang.

"Durch ihr schnelles und entschlossenes Handeln konnten benachbarte Waldbestände geschützt und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Dafür gebührt ihnen großer Dank", so Jung.

Das Feuer war am Montag an mehreren Stellen in dem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach ausgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Der Landesbetrieb HessenForst geht davon aus, dass 26 Hektar Wald in Flammen standen. Das wäre zwar deutlich weniger als die 55 Hektar, von denen bisher die Rede gewesen war, aber noch immer der größte einzelne Waldbrand in Hessen seit Beginn der Erfassung durch den Landesbetrieb im Jahr 2002, wie ein Sprecher des Landesbetriebs der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Auch angesichts der großen Trockenheit und der wiederkehrenden Hitze betonte der Forstminister, dass landesweit sehr große Schäden bislang nur durch das rasche und geschulte Zusammenwirken vieler Kräfte bei der Waldbrandvorsorge und -bekämpfung verhindert werden konnten. Neben Vorsorgemaßnahmen der Forstverwaltung zähle dazu auch die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und Forstleuten bei Einsätzen.

Das Forstministerium messe der Waldbrandvorsorge und der Verhinderung von Waldbränden hohes Gewicht bei, betonte Jung. Dazu dienten unter anderem Maßnahmen wie der Waldumbau von Wäldern, die von Nadelbäumen geprägt sind, hin zu artenreichen Mischwäldern sowie die Förderung des Wasserrückhalts in den Wäldern und technische Ausstattung für die Reviere wie etwa Löschwasserrucksäcke.

Polizei setzt weiter auf Zeugenhinweise

Derweil laufen die Ermittlungen der Polizei mit Blick auf das Feuer bei Rodenbach auf Hochtouren. Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. "Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen wurden bereits Personen kontrolliert beziehungsweise überprüft und erste Erkenntnisse bewertet. Ein hinreichender Tatverdacht gegen eine bestimmte Person hat sich bislang jedoch nicht ergeben", erklärte die Polizei.

Zur Aufklärung der Brände setzt die Polizei nun auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Zeugen, die Hinweise geben könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. "Wer im Bereich der Brandorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonstige auffällige Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, diese der Polizei mitzuteilen", hieß es. Auch vermeintlich kleine oder zunächst unbedeutend erscheinende Beobachtungen seien womöglich für die Ermittler von Bedeutung.

Unabhängig von den konkreten Ermittlungsverfahren hat die Polizei die aktuelle Wetterlage und die damit einhergehende erhöhte Waldbrandgefahr weiterhin im Blick. "Die Einsatzkräfte sind entsprechend sensibilisiert und stehen hierzu auch im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und den örtlichen Feuerwehren."

Jugendlicher bei zwei Bränden im Visier der Ermittler

Auch bei zwei Bränden in einem Stadtwald von Maintal-Dörnigheim im Main-Kinzig-Kreis steht der Verdacht auf Brandstiftung im Raum. Hier ist ein Jugendlicher ins Visier der Ermittler geraten. "Ein entsprechender Anfangsverdacht wird derzeit eingehend geprüft. Die Ermittlungen hierzu dauern an", teilte die Polizei Südosthessen mit.

Bei den beiden Bränden am Dienstagabend waren mehr als 5.000 Quadratmeter Waldfläche beschädigt worden. Die Feuerwehr brachte beide Brände nach Polizeiangaben zügig unter Kontrolle.

Quelle: dpa

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