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HessenFast alle Städte haben ihn: Wie hilft ein Hitzeaktionsplan?

25.06.2026, 09:06 Uhr
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(Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Viele hessische Städte setzen auf Hitzeaktionspläne: Von Informationskampagnen bis Schwammstadt-Prinzip – so sollen Bürger bei Hitzewellen besser geschützt werden.

Frankfurt/Kassel/Gießen (dpa/lhe) - Fast alle größeren hessischen Städte haben einen Hitzeaktionsplan, der die Menschen vor Folgen von Hitze schützen soll. In Kassel allerdings ist er noch in Arbeit, wie die Stadt mitteilte. Demnach soll er aber voraussichtlich noch 2026 veröffentlicht werden.

"Hitzewellen führten in den letzten Jahren zu einem Anstieg an hitzebedingten Todesfällen und Krankheiten, wie Dehydrierung, Hitzschlag und Herz-Kreislauferkrankungen", schreibt das Bundesumweltministerium auf der Homepage. Um die Gesundheit der Menschen zu schützen, müssten vorbeugende Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen initiiert werden. "Ziel dieser Pläne ist es, hitzebedingte und UV-bedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Prävention zu vermeiden."

Hitzeempfindliche Menschen schützen

In Gießen ist ein Hitzeschutzplan konzipiert, muss in den kommenden Wochen aber noch durch den Magistrat, wie ein Sprecher des Oberbürgermeisters mitteilte. Dieser Hitzeschutzplan beinhaltet alle Unternehmungen im Hitzeschutz – etwa Informationskampagnen zum Verhalten bei Hitze, Maßnahmen in Kitas und Arbeitsschutz.

Die Landeshauptstadt hat seit 2024 einen solchen Plan. "Der Hitzeaktionsplan klärt über Hitzeschutz und -gefahren auf und sensibilisiert die Bevölkerung", schreibt die Stadt Wiesbaden. Die Maßnahmen richteten sich insbesondere an hitzeempfindliche Menschen "wie ältere Personen, Babys, Kleinkinder, Schwangere sowie obdachlose Menschen und sollen diese während akuter Hitzephasen unterstützen und schützen".

Sonnencreme-Spender und Schwammstadt

Hanaus Plan umfasst umgesetzte, laufende und geplante Hitzeschutzmaßnahmen, hieß es. Neben bereits umgesetzten Projekten seien etwa Sonnencreme-Spender auf Veranstaltungen und mehrsprachige Flyer geplant. In Frankfurt gibt es seit 2023 einen sogenannten Klimawandelaktionsplan. In diesem seien viele Akutmaßnahmen für Hitze, Starkregen oder auch die Ausbreitung der Tigermücke enthalten.

In der Nachbarstadt Offenbach gibt es seit 2020 einen Hitzeaktionsplan. "Generell wird das Schwammstadt-Prinzip die größte Wirkung entfalten mit Blick auf Hitze", teilte eine Sprecherin mit. "Die Idee ist, dass die Stadt Regenwasser speichert und bei Hitze wieder abgeben kann. Dadurch sinken die Temperaturen, und gleichzeitig werden Überschwemmungen reduziert."

In Marburg wurde ein Klimaanpassungskonzept erstellt und seit 2022 schrittweise umgesetzt, wie eine Sprecherin mitteilte. Eine Maßnahme: "Wir schaffen mehr Beschattung und Begrünung in der Stadt, ebenso wie mehr Flächen mit Wasser oder zur Versickerung von Wasser." Dabei würden für Ersatz- oder Neupflanzungen gezielt Baumarten ausgewählt, die mit extremen Witterungsbedingungen, die der Klimawandel mit sich bringe, zurechtkommen.

Quelle: dpa

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