Sachsen-AnhaltInnenministerin kündigt Früherkennung gegen Risiko-Täter an

Sechs Tote, mehr als 300 Verletzte: Welche Konsequenzen müssen aus dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gezogen werden? Das sagt Innenministerin Zieschang.
Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) Konsequenzen angekündigt. Im Juli werde landesweit ein Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement eingeführt, gab Zieschang im Parlament in Magdeburg bekannt. Dabei gehe es um den Umgang mit Menschen mit Risikopotenzial, so Zieschang.
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss hat bei der Aufarbeitung festgestellt, dass Schwächen und Fehler im Handeln von Behörden es dem Täter leicht machten, den Anschlag zu begehen. Bei der Todesfahrt waren im Dezember 2024 sechs Menschen gestorben und mehr als 300 Personen teils schwerst verletzt worden.
Im Abschlussbericht wird die Einführung eines Bedrohungsmanagements empfohlen. Dieses soll unterhalb der Schwelle klassischer "Gefährder" ansetzen. In eine solche Kategorie wurde der Magdeburger Todesfahrer vor dem Anschlag nicht eingeordnet. Den Behörden lagen vor dem Anschlag aber immer wieder Informationen zum späteren Täter vor.