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HessenGeständnisse zum Prozessbeginn wegen Impfpassfälschung

29.06.2023, 15:45 Uhr
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(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Darmstadt (dpa/lhe) - Zwei Männer aus Südhessen haben zum Prozessauftakt wegen der Fälschung von Impfpässen in der Corona-Pandemie vor dem Landgericht Darmstadt die Taten gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, von April bis November 2021 in 57 Fällen Impfpässe gefälscht und gewinnbringend weiterverkauft zu haben.

Ein 38 Jahre alter Angeklagter gab zu, einen Stempel angefertigt zu haben. Dieser habe suggeriert, von einem Impfzentrum zu sein. Der Mann arbeitete bis November 2021 in Apotheken in Weiterstadt und Mörfelden-Walldorf. Er sagte aus, echte Etiketten, die mit den Vakzinen gegen das Coronavirus an die Apotheken geliefert wurden, in die Pässe geklebt zu haben. Das sei möglich gewesen, weil viel mehr Etiketten als Impfdosen geliefert wurden.

Ein mitangeklagter 44 Jahre alter Mann gab zu, Menschen, die einen gefälschten Impfpass wollten, an seinen 38 Jahre alten Bekannten vermittelt zu haben. Beide erklärten, es sei ihnen um das Geld gegangen. Pro Pass hätten sie im Schnitt 200 Euro bekommen.

Das Gericht hatte nach einer Absprache mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung für Geständnisse Haftstrafen zwischen 16 Monaten und 2 Jahren angekündigt, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Der Prozess wird am 4. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

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