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HessenFast 140 Stiftungen binnen eines Jahres anerkannt

22.02.2026, 04:02 Uhr
In-Hessen-gibt-es-Hunderte-Stiftungen
(Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Sie fördern die Künste oder die Forschung. Hessen hat eine der höchsten Stiftungsdichten in Deutschland.

Darmstadt/Gießen/Kassel (dpa/lhe) - Sie wollen Kunst, Sport, soziale Anliegen oder die Wissenschaft fördern. Andere dienen der Versorgung von Familienmitgliedern und sollen eine Aufsplitterung von Privat- oder Betriebsvermögen verhindern. In Hessen sind im vergangenen Jahr fast 140 neue Stiftungen mit einem Grundstockvermögen von insgesamt gut 84 Millionen Euro anerkannt worden, wie aus Angaben der zuständigen Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel hervorgeht.

Die meisten Stiftungen wurden wie in den Jahren zuvor vom Regierungspräsidium in Darmstadt anerkannt. Allein dort waren es 2025 113, wie die Behörde mitteilte. Der größte Anteil sei dabei auf nicht gemeinnützige Familienstiftungen entfallen. Gesamtbilanz: "Zum Jahresende 2025 hatten damit 2.316 rechtsfähige Stiftungen ihren Sitz im Regierungsbezirk Darmstadt mit einem Gesamtvermögen von rund sieben Milliarden Euro."

Zeichen demokratischer Teilhabe

In den Regierungsbezirken Kassel und Gießen waren es vergangenes Jahr 14 beziehungsweise 10 Anerkennungen. Zur Intention von Stiftungen heißt es aus Gießen: "Stiftungen sind Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements und ein klares Zeichen demokratischer Teilhabe. Mit ihrer Errichtung und dem Engagement in Stiftungen wollen Menschen einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft leisten."

Hessen ist nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen für das Jahr 2024 das Bundesland mit der höchsten Stiftungsdichte pro 100.000 Einwohnen, nämlich 45,8. Eine höhere Dichte gibt es nur in Hamburg (82,1) und Bremen (49,8). Die Entstehung von Stiftungen ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt.

Quelle: dpa

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