HessenOsterferien in Hessen: Tipps für Abenteuer vor der Haustür

Lust auf Erlebnisse ohne lange Anreise? In Hessen locken in den Osterferien Mitmach-Museen, tierische Begegnungen und sogar Klettern in einer Kirche – da kommt garantiert keine Langeweile auf.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Osterferien und kein Urlaub ist geplant? Das macht nichts, auch ohne zu verreisen lassen sich freie Tage abwechslungsreich gestalten. Hessen bietet Ausflugsziele für Familien, Paare und Alleinreisende:
Kultur für jedes Wetter
Museen sind verlässliche Anlaufstellen, gerade wenn es draußen regnet oder kühl ist. Im Dialogmuseum in Frankfurt wird Wahrnehmung neu erfahrbar: Hier führen blinde oder sehbehinderte Expertinnen und Experten kleine Besuchergruppen durch einen lichtlosen Parcours mit wechselnden Themenräumen. Der Rollentausch schult Sinne und Empathie, Inklusion wird erlebbar. Das Museum ist zentral gelegen – direkt an der Hauptwache in Frankfurt am Main - und ist gut mit U- und S-Bahn erreichbar.
Mathematik in den Ferien? Ja, bitte. Mathematik zum Anfassen bietet das Mathematikum in Gießen. Das Mitmach-Museum richtet sich an alle Altersgruppen: Rund 200 Exponate eröffnen spielerische Zugänge zu Zahlen, Formen und logischen Strukturen. Puzzles, Brückenkonstruktionen und Knobelstationen laden zum Experimentieren ein – vielleicht hilft das später sogar im Unterricht. Praktisch für die Anreise: Der Standort liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.
Raus ins Grüne: Frühling genießen
Sonnige Tage im April ziehen viele Menschen nach draußen. Wer Natur erleben und dabei noch etwas lernen will, kann in Offenbach den Wetterpark besuchen. Der naturwissenschaftliche Erlebnispark entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst und erklärt anschaulich, wie Luftdruck, Wind und Wolkenbildung funktionieren. Der Eintritt ist kostenfrei. Sogar Picknicken darf man auf dem Gelände.
Ein kulturhistorisches Landschaftserlebnis bietet der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Die Anlage verbindet barocke Gestaltung mit Wasserkünsten und Elementen englischer Gartenarchitektur. Zum Ensemble gehören Schloss Wilhelmshöhe und die nach mittelalterlichem Vorbild errichtete Löwenburg. Bei schlechtem Wetter bieten die Museen im Schloss eine Ausweichmöglichkeit.
Tierische Ferien
Tierbegegnungen sind besonders mit Kindern ein Ferien-Höhepunkt. Im Naturpark Hochtaunus liegt die Vogelburg – ein besonderer Vogelpark, in dem viele Vögel handzahm sind, sich füttern lassen und Besucher mit Redekünsten und akrobatischen Klettereien überraschen. Der Park versteht sich zugleich als Schutzort für Papageien, die aus privater Haltung abgegeben wurden und dort Sozialpartner und mehr Lebensraum finden.
Naturnahe Wildtierbeobachtungen bietet unter anderem der Wildpark Frankenberg. In weitläufigen Gehegen lassen sich regionale Tierarten in waldähnlicher Umgebung erleben. Der städtische Wildpark nordöstlich der Kernstadt ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet – bei freiem Eintritt. Wildschweine, Hirsche, Schafe und Ziegen kommen teils nah heran, Futter gibt es am Automaten neben dem Haupteingang.
Klettern in der Kirche
Ein ungewöhnlicher Ort für Bewegung ist die "Boulder-Church" in Bad Orb. In der ehemaligen katholischen Kirche St. Michael wurde eine Boulderhalle eingerichtet: Der Sakralbau dient nun als Kletterzentrum, alte Kirchenbänke wurden zu Möbeln umgestaltet. Ideal für alle, die in den Ferien aktiv werden wollen – auch wenn das Wetter draußen nicht mitspielt.
Ostern im Kloster
Wer die Feiertage bewusst mit Osterprogramm verbinden will, kann im Rheingau ins Kloster Eberbach fahren. Rund um die Osterzeit gibt es dort verschiedene Angebote. Am Ostersonntag (5. April) ist eine "Suche nach dem Goldenen Ei" geplant: Im Rundgang werden bunte Bio-Eier versteckt, darunter zehn goldene Exemplare, für deren Finder an der Kasse eine Spielüberraschung bereitliegt. In den Ferien werden außerdem dienstags und donnerstags Spaziergänge mit Lamas und Alpakas angeboten.