HessenErwerbstätigkeit der über 65-Jährigen in Hessen steigt

Mehr Menschen im Rentenalter arbeiten weiter. Ein Grund sind auch gelockerte Regelungen.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Zahl der Erwerbstätigen im Alter über 65 Jahren hat in Hessen über die Jahre zugenommen. Basierend auf Ergebnissen des Mikrozensus stieg sie von 2019 bis 2024 von 98.000 auf 128.000, wie Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) auf ein Kleine Anfrage mitteilte. "Die Landesregierung bewertet die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Personen über 65 Jahren primär als einen Effekt des akuten Fachkräftemangels und gelockerten gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene." Allerdings sei die Vergleichbarkeit der Zahlen aufgrund methodischer Änderungen eingeschränkt.
"Die steigende Beschäftigung Älterer wird als wichtiger Beitrag zur Sicherung der Wirtschaftsleistung im demografischen Wandel angesehen", heißt es in der Antwort. Die wichtigsten Einflussfaktoren seien der Wegfall der Hinzuverdienstgrenze bei Rentenbezug, die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze und der hohe Ersatzbedarf der hessischen Unternehmen. "Die individuellen Motive sind dabei oft eine Kombination aus finanziellen Anreizen zur Rentenaufbesserung und dem Wunsch nach Weiterbeschäftigung im gewohnten Umfeld, insbesondere bei den in Hessen stark vertretenen Hochqualifizierten und Freiberuflern."