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HessenKugeln, Kompost, Brennstoff - was aus Weihnachtsbäumen wird

09.01.2026, 14:26 Uhr
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Das Holz des Frankfurter Weihnachtsbaums soll bald zu Spiel-Kugeln verbaut werden. Und was passiert mit den Bäumen in anderen Kommunen?

Frankfurt/Wiesbaden/Gießen/Hanau (dpa/lhe) - Die Feiertage sind schon eine ganze Weile vorbei. Doch was passiert mit den großen Weihnachtsbäumen, die Marktplätze und andere Orte geschmückt haben?

"Leon" landet in Biogasanlage

Die fast 28 Meter hohe und zehn Meter breite Rotfichte des Wiesbadener Sternschnuppenmarktes wurde kürzlich für den Abtransport in eine Biogasanlage zerlegt - "sie trägt damit zur Fernwärme bei", wie die Verwaltung der Landeshauptstadt mitteilt. Der mächtige Nadelbaum trug in diesem Jahr den Namen Leon - "nach dem beliebtesten 2025 in Wiesbaden vergebenen Jungennamen".

Kompostieranlage ist Endstation für "Tannemarie"

Ein ähnliches Schicksal steht auch "Tannemarie" aus Marburg bevor: Der größte von der Stadt aufgestellte Weihnachtsbaum sorgte in den vergangenen Wochen auf dem Marburger Marktplatz für festliche Stimmung. Nach dem Abtransport werde der Baum zerkleinert und auf der Kompostieranlage im Stadtteil Cyriaxweimar entsorgt, teilte eine Stadtsprecherin auf Anfrage mit. Seinen Namen bekam der Marburger Weihnachtsbaum auch 2025 über eine Instagram-Umfrage. In diesem Jahr seien auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ein internes Portal in die Aktion einbezogen worden.

"Frau Holle" wird zu Bingo-Kugeln

In Frankfurt wird "Frau Holle", so der Name des diesjährigen Baums, abmontiert. An diesem Freitag soll schließlich der Stamm mit Hilfe der Berufsfeuerwehr Frankfurt aus seiner Halterung gehoben werden. "Noch vor Ort wird der Stamm dann zerlegt und vom Bauhof Schlüchtern im Auftrag der Baumpaten, der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Bergwinkel, verladen", heißt es bei der Tourismus+Congress GmbH.

Danach müsse das Holz zunächst getrocknet werden, bevor es an die Beruflichen Schulen in Schlüchtern geliefert werde. Dort werde es zu einem überdimensionalen Bingo-Spiel, also zu großen Kugeln, weiterverarbeitet. "Da der Baum nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich nachhaltig verwertet werden soll, wird dieses Spiel dann natürlich auch zum Einsatz kommen. Sicher auch in Frankfurt."

Auch Gießen und Kassel setzten auf Kompostierung

In Gießen baut das städtische Gartenamt den Weihnachtsbaum auf dem Berliner Platz am Rathaus in der kommenden Woche ab. Vorher entfernen die Stadtwerke Gießen noch die Beleuchtung. Im Anschluss wird der Baum gehäckselt, und die Hackschnitzel werden kompostiert, wie es von der Stadt hieß. Einen Namen hatte der Gießener Weihnachtsbaum wie schon 2024 nicht - zuletzt hatte es 2023 eine Abstimmung über Social-Media-Kanäle gegeben, damals war die Wahl auf "Justus" gefallen.

In Kassel wird der große Weihnachtsbaum auf dem Königsplatz in der Innenstadt nach Angaben der Stadt voraussichtlich am kommenden Montag vom Umwelt- und Gartenamt abgesägt und abgeholt. Danach solle er geschreddert zu Biomasse verarbeitet werden, hieß es.

Hanau verheizt Bäume als Hackschnitzel

Alle 28 Weihnachtsbäume, die die Stadt Hanau aufgestellt hatte, werden ab Mitte Januar nacheinander von städtischen Mitarbeitern abgeschmückt, abgeholt und an eine Grüngutdeponie geliefert. Dort werden sie zu Hackschnitzeln verarbeitet und getrocknet, wie die Stadt mitteilt. Diese dienen dann als Brennstoff für die Hackschnitzelheizung des städtischen Eigenbetriebs HIS.

Quelle: dpa

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