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HessenRampen im Trockenen: DLRG kämpft mit Niedrigwasser am Rhein

15.08.2026, 04:01 Uhr
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Der Wasserstand am Rhein ist aktuell besonders niedrig. Das ist auch ein Problem für die Wasserretter. Wie gehen sie damit um?

Wiesbaden (dpa/lhe) - Das Niedrigwasser am Rhein erschwert den Wasserrettern von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ihre Einsätze. Ein Großteil der sogenannten Nato-Rampen am hessischen Rheinufer ende aktuell im Trockenen, sagt Michael Hohmann, Präsident des Landesverbands Hessen der DLRG. Wenn sie ihre Rettungsboote dort ins Wasser lassen, riskieren die Einsatzkräfte demnach, dass die freigelegten Steine Schäden an den Anhängern anrichten. Zuvor hatten weitere Medien darüber berichtet.

"Wenn akute Gefahr ist, dann würden wir auch Materialschäden in Kauf nehmen", so Hohmann. Die Einsätze dauern wegen der zu kurzen Rampen aber auch nach hinten raus länger: Um die Boote wieder aus dem Wasser zu bekommen, müssen die Retter längere Umwege zu anderen geeigneten Rampen fahren. Das könne 40 bis 60 Minuten zusätzliche Einsatzzeit bedeuten.

Schlauchboote als Alternative

"Wir gehen jetzt eher mit Schlauchbooten raus", sagt Hohmann. "Das ist eine Alternative, aber keine perfekte." Der Vorteil: Wenn ein paar Einsatzkräfte anpacken, lassen sie sich ins Wasser tragen. Die DLRG werde deshalb weitere Schlauchboote anschaffen. Das Problem der Rampen müsse aber gelöst werden. "Da ist jeder nicht zuständig", kritisiert er. "Das ist ein Thema, das bleibt."

Wichtig sei zudem, den Fluss auch bei niedrigem Wasserstand nicht zu unterschätzen. Wer im Rhein aktuell schwimmen geht, ist demnach wegen der geringeren Breite automatisch näher an den Schiffen dran. Außerdem sei deren Sogwirkung bei Niedrigwasser sogar noch stärker als sonst, und das Wasser fließe insgesamt schneller.

Quelle: dpa

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