Regionalnachrichten

Hessen SGL Carbon kassiert wegen Corona-Krise Prognose

dpa_Regio_Dummy_Hessen.png

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der angeschlagene Kohlefaserspezialist SGL Carbon kappt wegen der Corona-Krise seine Prognose. Wegen der Pandemie werde der SDax-Konzern die prognostizierten Ergebnisse für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich nicht erreichbar, teilte das Wiesbadener Unternehmen am Mittwoch mit. Angesichts der erheblichen Unsicherheit über Dauer und Folgen der Pandemie könne der Vorstand derzeit keine verlässliche Umsatz- und Ertragsprognose abgeben. Daher werde die Prognose für 2020 ausgesetzt.

Der Vorstand habe Maßnahmen eingeleitet, um die Kosten zu senken und die Liquidität zu sichern. Dazu gehörten Kurzarbeit, die Reduzierung von Materialausgaben sowie die Verschiebung von Investitionsausgaben.

Bei der Präsentation der Jahreszahlen für 2019 hatte SGL Carbon noch erklärt, es werde erwartet, dass der Konzernumsatz zwischen 2020 und 2024 jährlich im Durchschnitt um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz wächst. 2019 hatte SGL einen Fehlbetrag von 90 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz lag bei 1,09 Milliarden Euro.

An dem Wiesbadener Technologiekonzern sind die Autobauer BMW und VW sowie die Aufsichtsratschefin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion beteiligt. Anfang Juni soll der neue Vorstandschef Torsten Derr seine Arbeit aufnehmen.

Newsticker