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HessenSchnee in Hessen sorgt für erhebliche Verkehrsprobleme

26.01.2026, 12:44 Uhr
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In einigen Kreisen wird der Busverkehr für Stunden komplett eingestellt. Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sorgen für zahlreiche Unfälle.

Offenbach/Fulda/Kassel (dpa/lhe) - Weiße Winterlandschaften, ausfallende Busse, Verspätungen und in den Graben gerutschte Autos: Stunden anhaltender Schneefall hat in Teilen Hessens für erhebliche Probleme gesorgt. Ausfälle und Verspätungen gab es auf der Schiene, in der Luft und auf den Straßen. Einige Schulen ließen den Präsenzunterricht ausfallen. Bei Glätteunfällen gab es Verletzte. Glatt kann es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge bei Schnee, Schneeregen oder gefrierendem Regen auch in den kommenden Tagen werden.

Der Frankfurter Flughafen meldete am Morgen 79 gestrichene Flüge von insgesamt 1.035 Verbindungen am Montag. Der Winterdienst an Deutschlands größtem Airport sei im Hochbetrieb. "Es wird fleißig enteist", sagte eine Sprecherin.

Verletzte auf winterlichen Straßen

Auf winterlichen Straßen sind in Hessen bei Unfällen mehrere Menschen verletzt worden. Allein das Polizeipräsidium in Offenbach meldete 20 witterungsbedingte Unfälle. Bei vier davon habe es Verletzte gegeben. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um leichte Blessuren. Bei Gertenbach rutschte ein 29-Jähriger mit seinem Transporter die Böschung runter und wurde leicht verletzt. Es gab zahlreiche Meldungen über Fahrzeuge, die im Schnee stecken geblieben sind.

Die Polizei appellierte am Vormittag an alle Verkehrsteilnehmer, besonders vorsichtig zu sein. Es sollte nur Auto gefahren werden, wenn dies wirklich erforderlich sei. Zudem sollten Decken und warme Getränke mitgenommen werden.

Lastwagen blockieren Fahrspuren

Im Bereich des Kirchheimer Autobahndreiecks bei Bad Hersfeld blockierten mancherorts Lastwagen Fahrspuren, "weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen", wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte.

Ein Kollege des Polizeipräsidiums Kassel teilte mit: "Es schneit. Ein paar Autos stehen quer." Schon vor Beginn des eigentlichen Berufsverkehrs habe es einige Unfälle vor allem mit Blechschäden gegeben. Auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt sprach von "kleineren Unfällen. Es wird sich wohl häufen. Es bleiben auch Autos liegen, die vielleicht noch Sommerreifen haben."

Busverbindungen fallen aus

Nach Angaben von Verkehrsbetrieben wurde am Vormittag in mehreren Kreisen der Busverkehr komplett eingestellt. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) teilte mit, es werde mit Verspätungen gerechnet, einige seiner Buslinien würden "aufgrund der Wetterlage komplett eingestellt". Fahrgäste sollten sich rechtzeitig über die "aktuelle Lage und witterungsbedingten Ausfälle" informieren. "Im Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt am Main kommt es aktuell zu Verspätungen und Zugausfällen im Fernverkehr", hieß es bei der Bahn auf der Homepage.

Auch die Verkehrsbetriebe der RhönEnergie meldeten für die Kreise Fulda, Mainz-Kinzig und Hersfeld-Rotenburg eine vorübergehende Einstellung ihres Busverkehrs wegen der "starken Schneefälle und der extrem schwierigen Verkehrsverhältnisse".

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) teilten ebenso mit, es komme aufgrund der Witterungsverhältnisse und nicht geräumter Strecken in ganz Nordhessen zu Fahrtausfällen und erheblichen Verspätungen. Betroffen war auch hier vorwiegend der Busverkehr, teilweise aber auch der Regionalzugverkehr, wie eine Sprecherin des NVV erklärte.

Regional stelle sich die Situation sehr unterschiedlich dar - "je nachdem, wie hoch ein Gebiet liegt, wie steil die Straßen sind und wie gut sie geräumt sind". Die Regiotrams hingegen würden überwiegend planmäßig fahren.

Die Busunternehmen müssten die Priorität auf die Sicherheit der Fahrgäste und des Fahrpersonals legen, erklärte die Sprecherin mit Blick auf die Ausfälle im Busverkehr. Im Zweifel werde präventiv gehandelt. "Wenn nicht klar ist, ob sicher gefahren werden kann, dann wird nicht gefahren", erläuterte sie.

Distanzunterricht in Schulen

Das Schulamt für den Kreis Fulda beispielsweise meldete Distanzunterricht in mehreren Schulen. "Eine Notbetreuung ist gewährleistet", hieß es weiter. In Höchst im Odenwald meldete die Grundschule an der Mümling, der Busverkehr im gesamten Odenwaldkreis sei eingestellt worden: "Somit muss auch die Schule für alle Grundschülerinnen und Grundschüler entfallen." Auch hier gab es eine Notbetreuung.

Kann weiterhin glatt werden

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen in Teilen Ost-, Mittel- und Südhessen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee, in der Rhön und im Vogelsberg teils auch bis zu 15 Zentimeter. Am Dienstag sei in den Hochlagen und im Norden erneut Schneefall möglich. Ab dem Nachmittag komme vom Südwesten verbreitet Regen auf. Auch gefrierender Regen sei möglich.

Quelle: dpa

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