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HessenVerbraucher müssen für Energie deutlich mehr zahlen

30.07.2026, 11:48 Uhr
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Ende Juni liefen Steuersenkungen für Benzin und Diesel aus. Das schlägt sich auf die Verbraucherpreise im Juli nieder. Dagegen hat sich die Teuerung bei Nahrungsmitteln abgeschwächt.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Inflationsrate in Hessen ist erstmals seit März 2026 wieder gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Erhebungen mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise im Juli im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 2,7 Prozent. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 2,6 Prozent und im Juni 2026 bei 2,3 Prozent gelegen.

Der Anstieg sei vor allem auf deutlich höhere Preise für Kraftstoffe und Heizöl zurückzuführen und sei insbesondere durch den Krieg im Iran sowie das Auslaufen der Steuersenkungen für Kraftstoffe beeinflusst worden.

Demnach kostete Energie im Juli 2026 durchschnittlich 5,8 Prozent mehr als im Juni 2026. Teurer als im Vormonat waren insbesondere Kraftstoffe (plus 12,3 Prozent) und Heizöl (plus 9,3 Prozent), wie das Landesamt erläuterte. Bei Diesel sei der Preisanstieg mit 14,6 Prozent stärker ausgefallen als bei Superbenzin (plus 11,8 Prozent).

Steuererleichterungen liefen aus

Für Benzin und Diesel galten vom Mai 2026 bis Ende Juni 2026 Steuersenkungen von rund 17 Cent pro Liter. Händlerinnen und Händler waren nicht gesetzlich verpflichtet, die Ermäßigung weiterzugeben.

Im Vorjahresvergleich nahmen die Preise für Energie im Juli 2026 durchschnittlich um 8,8 Prozent zu. Inflationstreibend wirkten den Angaben zufolge die starken Preisanstiege für Heizöl (plus 37,7 Prozent) und Kraftstoffe (plus 25,5 Prozent), wobei die Preise für Dieselkraftstoff um 29,9 Prozent und die für Superbenzin um 24,4 Prozent zunahmen.

Butter und Milch günstiger als noch vor einem Jahr

Nahrungsmittel kosteten im zu Ende gehenden Monat 0,7 Prozent mehr als noch im Juli 2025, wie das Landesamt mitteilte. "Damit stiegen ihre Preise deutlich schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt und wirkten inflationsdämpfend." Die Teuerung bei Nahrungsmitteln habe sich somit weiter abgeschwächt.

Merklich günstiger als im Vorjahresmonat waren den Angaben zufolge unter anderem Speisefette und -öle (minus 12,6 Prozent), darunter Butter (minus 22,8 Prozent) sowie Molkereiprodukte (minus 6,2 Prozent).

Quelle: dpa

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