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HessenWahlhilfe per Klick: Lokal-O-Mat startet in vier Städten

13.02.2026, 12:54 Uhr
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Kommunalwahlen am 15. März, aber unsicher, wo die Kreuzchen hin sollen? Erstmals in Hessen kann der digitale Lokal-O-Mat hier weiterhelfen - in vier Kommunen. Wie funktioniert das?

Wiesbaden (dpa/lhe) - Erstmals gibt es die digitale Entscheidungshilfe Wahl-O-Mat auch bei Kommunalwahlen in Hessen. Mit der eigenen Bezeichnung Lokal-O-Mat soll sie am 18. Februar für vier Städte freigeschaltet werden. Damit "erhalten Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt, Fulda, Marburg und Kassel die Möglichkeit, sich spielend leicht über die anstehende Wahl zur Stadtverordnetenversammlung zu informieren", teilte die Hessische Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden mit.

Die Kommunalwahlen im Bundesland finden am 15. März statt. Der Lokal-O-Mat funktioniert nach Angaben der Landeszentrale ähnlich wie der schon länger eingesetzte Wahl-O-Mat bei Bundestags- und Landtagswahlen in Deutschland. Entwickelt wurde das neue politische Bildungsangebot demnach von der Landeszentrale zusammen mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

30 kommunalpolitische Thesen

Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt, Fulda, Marburg und Kassel können damit ihre Positionen zu jeweils 30 kommunalpolitischen Thesen mit denen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen, wie es weiter hieß. Als Ergebnis zeige der Lokal-O-Mat seinen Nutzerinnen und Nutzern an, wie sehr sie mit den auf dem Stimmzettel stehenden Parteien in ihrer Stadt übereinstimmten.

"Der Lokal-O-Mat motiviert zur Beschäftigung mit der hessischen Kommunalpolitik", erklärte Projektleiter Stefan Marschall. "Das Tool macht darauf aufmerksam, dass gerade auf der lokalen Ebene viele wichtige Themen verhandelt und entschieden werden." Bei der Erstellung der Thesen hatten laut Landeszentrale junge Erwachsenen mitgewirkt.

61 Gruppierungen angefragt

Alle zugelassenen Parteien und Wählergruppen bei den Wahlen der Stadtverordnetenversammlungen in Frankfurt, Fulda, Marburg und Kassel am 15. März seien zur Teilnahme am Lokal-O-Mat eingeladen worden. "Insgesamt wurden 61 Parteien angefragt", erklärte die Landeszentrale für politische Bildung.

Der Lokal-O-Mat war nach ihren Angaben bereits bei den Kommunalwahlen im benachbarten Nordrhein-Westfalen 2025 in zehn Städten zum Einsatz gekommen. Dort half er insgesamt rund 420.000 Bürgern bei ihrer Wahlentscheidung.

Quelle: dpa

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