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Mecklenburg-VorpommernAfD-Mann Zorn von Betrugsvorwurf freigesprochen

21.04.2026, 16:16 Uhr
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Der AfD-Politiker Christian Zorn stand wegen Betrugsverdachts vor Gericht. Nun wurde er freigesprochen. Doch es ist noch ein weiteres Verfahren anhängig.

Bergen (dpa/mv) - Das Amtsgericht Stralsund hat den AfD-Politiker Christian Zorn vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen. Es sei nicht feststellbar, dass er von Anfang an beabsichtigt habe, die Reparatur eines Autos, für die er 6.000 Euro erhalten hatte, nicht durchzuführen, teilte das Gericht nach der Entscheidung der Zweigstelle in Bergen auf Rügen mit.

Zorn habe sich nach eigener Aussage um die Reparatur und Ersatzteile bemüht. Jedoch habe er dann eine Kündigung für die Werkstatthalle erhalten. Laut Gericht besteht die Möglichkeit, dass Zorn zunächst zwar willens war, die Reparatur auftragsgemäß durchzuführen, wegen der Kündigung dazu aber nicht in der Lage war. Der Deutschen Presse-Agentur hatte Zorn gesagt: "Die gegen mich erhobenen Vorwürfe sind aus meiner Sicht völlig haltlos." Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig.

Kandidatur für Landtag

Zorn ist Mitglied des Kreistags von Vorpommern-Rügen und der Stadtvertretung von Bergen. Darüber hinaus ist er Teil des AfD-Landesvorstands und kandidiert bei der anstehenden Landtagswahl.

Von seiner Direktkandidatur im Wahlkreis 23 hat sich Zorn zurückgezogen. Er sei wegen seiner derzeitigen persönlichen und beruflichen Situation in seiner "Mobilität sowie in der räumlichen Nähe zum Wahlkreis eingeschränkt", hieß es in einer Mitteilung auf der Website des Kreisverbands Vorpommern-Rügen von Mitte März. "Zum anderen haben Diskussionen rund um meine Person und meine persönliche Situation in den vergangenen Wochen zum Teil für Irritationen und Unruhe gesorgt."

Ende März sagte Zorn der dpa, er wolle Teil des Landesvorstandes bleiben und weiterhin über die Landesliste für den Landtag kandidieren. Er war nach Angaben seines Kreisverbands auf den aussichtsreichen 18. Listenplatz gewählt worden.

Weiteres Verfahren

Nach Angaben des Amtsgerichts Stralsund ist ein weiteres Verfahren wegen Betrugsverdacht gegen Zorn anhängig. Demnach wird ihm vorgeworfen, im November 2025 ein mangelhaftes Fahrzeug für 6.000 Euro verkauft, aber auf Beanstandung des Verkäufers zur Reparatur zurückgenommen zu haben. Der Verkäufer habe in der Folgezeit aber weder das reparierte Fahrzeug noch den Kaufpreis zurückerhalten. Vom Gericht hieß es zuletzt, es sei noch nicht klar, wann und ob es zur Verhandlung kommt.

Zorn hatte der dpa gesagt, er rechne mit einer Einstellung. Es habe sich um ein sogenanntes Zug-um-Zug-Geschäft gehandelt und der Kunde habe das Geld erhalten.

Quelle: dpa

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