Mecklenburg-VorpommernAngelboot kentert im Greifswalder Bodden - ein Mann stirbt

Boote und ein Hubschrauber sind im Einsatz - im Greifswalder Bodden ist ein Angelboot gekentert. Für ein Mitglied der zweiköpfigen Besatzung kommt die Hilfe zu spät.
Lubmin (dpa/mv) - Bei einem Bootsunfall auf dem Greifswalder Bodden ist ein Mann ums Leben gekommen. Ein gemietetes Angelboot sei am Wochenende vor Lubmin gekentert, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Demnach meldete die Besatzung einer Segeljacht den Vorfall am Samstagnachmittag. Ein 43- und ein 45-Jähriger seien ins Wasser gefallen. Die Besatzung der Jacht habe beide bergen können. Einer der beiden stark unterkühlten Männer starb demnach trotz Reanimationsmaßnahmen später im Hafen. Der Zweite wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Neben dem Seenotrettungsboot "Heinz Orth" aus Freest, dem Seenotrettungskreuzer "Berthold Beitz" der Station Greifswalder Oie und einem Boot der Wasserschutzpolizei war den Angaben zufolge auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Dieser hatte demnach medizinisches Personal zur Versorgung der Verunfallten auf der Jacht abgesetzt.
Die Polizei hat Ermittlungen zum Unfallhergang und der Todesursache aufgenommen. Demnach wurde auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Es bestehe ein Anfangsverdacht gegen den Überlebenden, sagte eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei. Man befinde sich noch in der Beweiserfassung. Am Ende müsse die Staatsanwaltschaft über das Verfahren entscheiden.