Niedersachsen & BremenVerdi weitet Warnstreik im ÖPNV aus – fünf Städte betroffen

Fahrgäste in Niedersachsen müssen sich in den kommenden Tagen auf Ausfälle im Nahverkehr einstellen. Verdi weitet den Warnstreik auf weitere Städte aus.
Hannover (dpa/lni) - Fahrgäste in Niedersachsen müssen sich in den kommenden Tagen auf weitere Ausfälle im Nahverkehr einstellen. Nachdem Verdi bereits Warnstreiks in Göttingen und Hannover angekündigt hatte, rief die Gewerkschaft nun auch Beschäftigte in Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Delmenhorst und Lüchow zum Ausstand auf.
Die neuen Warnstreiks sollen am Donnerstag und Freitag (21. und 22. Mai) stattfinden. Betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben die jeweiligen kommunalen Verkehrsbetriebe sowie die Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahn.
Bereits angekündigt sind Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch in Göttingen. Für Mittwoch und Donnerstag hat Verdi zudem Beschäftigte der Üstra und von Regiobus in und um Hannover zum Warnstreik aufgerufen. Die S-Bahn Hannover ist nicht betroffen. Am vergangenen Freitag und Samstag hatten Beschäftigte im Nahverkehr in Osnabrück ihre Arbeit niedergelegt.
Verhärtete Fronten
Hintergrund sind die seit Mitte Februar laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen in Niedersachsen. Verdi fordert unter anderem Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtdiensten sowie mehr Urlaubstage und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber halten die Forderungen nach Gewerkschaftsangaben für finanziell nicht umsetzbar.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. Juni geplant.