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Mecklenburg-Vorpommern Bankangestellte rettet 35.000 Euro Erspartes für 90-Jährige

Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illus)

Rostock (dpa/mv) - Eine pfiffige Bankmitarbeiterin hat in Rostock eine Rentnerin davor bewahrt, 35.000 Euro an Trickbetrüger zu verlieren. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, wollten die Täter die 90-jährige Frau mit der sogenannten Schockanrufmasche hereinlegen. Ein Anrufer habe sich am Freitag als Enkel der Seniorin ausgegeben und erzählt, dass er einen Verkehrsunfall verursacht habe und nun in Haft müsse. Das könne die Oma mit Zahlung von 35.000 Euro Kaution verhindern.

Die Frau habe erst Verdacht geschöpft und am Telefon auch gesagt, dass sie nicht mehr so gut zu Fuß sei. Dann wurde das Ganze aber dadurch untermauert, dass sich ein angeblicher Polizist ins Gespräch einschaltete und den Vorfall wohl überzeugend bestätigte.

Die 90-Jährige ging in die Filiale nach Warnemünde. Als sie die hohe Summe abheben wollte, fragte die Bankangestellte nach dem Grund und rief sicherheitshalber den 41-jährigen echten Enkel an. Der Betrug flog auf.

Sogenannte Schockanrufe, bei denen sich angebliche Polizisten melden, gehören zu den häufigsten und laut Polizei leider immer noch erfolgreichsten Trickbetrugsmaschen im Nordosten. Im Jahr 2021 hatten Trickbetrüger dort rund drei Millionen Euro erbeutet.

Quelle: dpa

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