Mecklenburg-VorpommernBrand im Nationalpark - "explodiert relativ viel Munition"

Im Müritz-Nationalpark brennt es, und es knallt bisweilen auch - eine Erinnerung an die Gefahr, die auf dem Areal besteht.
Kratzeburg (dpa/mv) - Die Gefahr, die beim Großbrand im Müritz-Nationalpark von alter Munition ausgeht, ist deutlich hörbar: "Es explodiert relativ viel Munition", sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte der Deutschen Presse-Agentur. "Das hören die Kameraden tatsächlich, wenn sie gerade nicht irgendwie neben einer Pumpe stehen." Dabei gehe es auch um größere Kaliber. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz seien in der Vergangenheit etwa Panzersprenggranaten gefunden worden.
Wegen der Belastung mit Alt-Munition kann die Feuerwehr nicht direkt an den Brand heran. Sie versucht stattdessen das Feuer von außen einzudämmen, etwa durch die Bewässerung von Streifen mit Kreisregnern.
Zuletzt betrug die Fläche, die brennt beziehungsweise gebrannt hat, laut Landkreissprecher mehr als 200 Hektar. Etwa 300 Einsatzkräfte seien vor Ort, darunter auch Löschzüge aus anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. Technik komme auch aus anderen Bundesländern. Es seien weitere Kreisregner angefordert. "Die kommen jetzt aus Bayern, Sachsen und Brandenburg."
Einen derartigen Brand habe es in jüngster Vergangenheit in der Region nicht gegeben. Man sei sich der Gefahr aber bewusst gewesen, sagte der Sprecher. So habe es im Oktober 2024 im betroffenen Gebiet eine entsprechende Übung gegeben. Nach Aussage des Sprechers dürfte der Einsatz noch Tage dauern.