Mecklenburg-VorpommernCDU-Chef: Aus für Fregatten harter Schlag für Vorpommern

Das Aus für die Fregatten F126 hat auch für Mecklenburg-Vorpommern Folgen. Die CDU fordert Sicherheit für die künftigen Planungen.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Fraktionschef Daniel Peters hat die angekündigte Kehrtwende beim Fregattenprojekt F126 als einen harten Schlag für den Industriestandort Vorpommern bezeichnet. Viele Beschäftigte hätten auf die langfristige Beteiligung an diesem Großprojekt gesetzt und bräuchten jetzt schnell Klarheit über die weiteren Planungen. "Wer Milliardeninvestitionen umsteuert, trägt auch Verantwortung für die Regionen, die von diesen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind", so Peters.
Grundsätzlich sei es richtig, dass neue Fregatten für die deutsche Marine auch auf deutschen Werften gebaut werden sollten und so die nationale Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gestärkt werde. Es müsse aber sichergestellt werden, dass im Zuge der Vergabe an ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) der Standort Wismar ausreichend bedacht wird, so dass zumindest ein Teil der Wertschöpfung im Land bleibe.
"Vor allem aber erwarte ich, dass die Werft in Wolgast angemessen an den anstehenden Bau- und Ausrüstungsleistungen beteiligt wird und von den Investitionen in die Marine spürbar profitiert", betonte Peters, der auch CDU-Landeschef und Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl am 20. September ist. Die Peene-Werft war am Bau von F126-Fregatten beteiligt und gehört seit diesem Jahr zum Rüstungsunternehmen Rheinmetall.