Regionalnachrichten

Mecklenburg-VorpommernCDU will mehr Lotto-Geld für Suchtprävention im Land

26.01.2026, 17:42 Uhr
CDU-Fraktionschef-Daniel-Peters-will-mehr-Geld-fuer-die-Suchtpraevention-in-Mecklenburg-Vorpommern

Aus Sicht der CDU-Landtagsfraktion bekommt die Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern nicht genug Geld. Einnahmen aus dem Glücksspiel könnten helfen.

Schwerin (dpa/mv) - Die CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern fordert, mindestens ein Prozent der staatlichen Lottoeinnahmen für die Prävention von Spielsucht im Land auszugeben. Das Geld solle unter anderem Beratungsstellen zugutekommen, die teilweise nicht so finanziert seien, wie sie sollten, sagte Fraktionschef Daniel Peters in Schwerin.

Im Haushalt für 2026 wären das nach Angaben der Fraktion mindestens 185.000 Euro. Dabei werde von Glücksspieleinnahmen in Höhe von 18,5 Millionen Euro ausgegangen, erfahrungsgemäß seien sie deutlich höher. Das Geld stamme aus Einnahmen aus den Überschüssen des Sondervermögens "Staatslotterien Lotto und Toto" und der Bingo-Lotterie. Derzeit stehen im Landeshaushalt 150.000 Euro für die Prävention, Bekämpfung und Erforschung von Glücksspielsucht zur Verfügung. In anderen Bundesländern ist es nach CDU-Angaben mehr.

Insbesondere Alkohol, aber auch illegale Drogen spielten in Mecklenburg-Vorpommern eine zunehmend dramatische Rolle, sagte Peters. Daher müsse ein Plan zur Finanzierung der Suchtberatungsstellen erarbeitet werden.

2024 erlebten die Sucht- und Drogenberatungsstellen im Nordosten dem Suchthilfebericht zufolge einen verstärkten Zulauf. Alkohol war danach das häufigste Suchtproblem.

Quelle: dpa

Regionales