Berlin & BrandenburgBerlin erinnert an den Holocaust - Kerzen entzündet

Zum Holocaust-Gedenktag wird vielerorts in der Hauptstadt der Opfer gedacht. Auch am Brandenburger Tor. Was Berlins Bürgermeister Wegner zur Bedeutung dieses Tages sagt.
Berlin (dpa/bb) - Das Brandenburger Tor in Berlin wird am Holocaust-Gedenktag ab Sonnenuntergang mit dem Schriftzug der internationalen Gedenkkampagne "#WeRemember" angestrahlt. Das teilte die Senatskanzlei mit. Am 27. Januar wird weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus und an den 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert.
Auschwitz-Birkenau stehe wie kaum ein anderer Ort bis heute für die menschenverachtende Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). "Sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden ermordet – Frauen, Männer und Kinder. Dieses unermessliche Leid werden wir niemals vergessen", erklärte er.
Kerzen am Vorabend
Wie schon in den Jahren zuvor wurde am Vorabend des Gedenktages in Berlin am Denkmal für die ermordeten Juden in Europa gedacht. Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Religion stellten dabei Kerzen an dem Stelenfeld von Architekt Peter Eisenman unweit des Brandenburger Tors auf, das an die unter der Nazi-Herrschaft ermordeten sechs Millionen Juden erinnert.
Zu den Gästen gehörten Rabbinerin Karen Engel, der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Bodo Ramelow (Linke), sowie mehrere Bundestags-Fraktionsvorsitzende.
Straße in Berlin wird nach Holocaust-Gedenkstätte benannt
Am Dienstag, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, sind eine Reihe von Veranstaltungen in der Hauptstadt geplant. Künftig soll es im Regierungsviertel auch eine nach der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem benannte Straße geben. Dazu soll ein Abschnitt der auf das Reichstagsgebäude zulaufenden Dorotheenstraße umbenannt werden.
"Berlin ist die Stadt, von der aus der Holocaust geplant und organisiert wurde. Die Benennung einer Straße nach der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im Herzen unserer Stadt ist deshalb weit mehr als ein Symbol", erklärte Wegner. Sie sei ein Zeichen der Erinnerung und der Mahnung – und ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus, Hass und Menschenfeindlichkeit.
"Zugleich ist sie ein unverrückbares Bekenntnis zu jüdischem Leben in Deutschland und zu unserer Verantwortung, es dauerhaft zu schützen", sagte Wegner.