Mecklenburg-VorpommernGeflügelverband: Genug Eier zu Ostern in MV

Tierseuchen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus. Für Ostern gibt ein Verband aus Mecklenburg-Vorpommern aber Entwarnung - und nimmt Halter in die Pflicht.
Neubrandenburg (dpa/mv) - Trotz einer teils schwierigen Marktlage gibt es nach Angaben des Geflügelwirtschaftsverbands Mecklenburg-Vorpommern genug Eier zu Ostern im Nordosten. Es werde gegebenenfalls nicht an jedem Tag oder zu jeder Stunde von jeder Marke jede Eigröße geben, sagte Geschäftsführerin Silvia Ey. "Aber es gibt keinen Grund zu Panik oder Hamsterkäufern", betonte sie ausdrücklich. "Der Markt ist angespannt, aber wir kriegen das hin."
Zuletzt standen Kundinnen und Kunden etwa in Berlin teils vor vollständig oder fast leeren Regalen. Handelsunternehmen hatten entsprechende Probleme bestätigt unter anderem mit Verweis auf die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit. Ausbrüche dieser Tierseuchen ziehen die Keulung ganzer Bestände nach sich.
Nach Aussage Eys wirken sich Ausfälle in einzelnen Bundesländern auf die gesamte Produktionskette auch jenseits der direkt betroffenen Bundesländer aus.
Der Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern rief Halter dazu auf, die Impfungen ihrer Tiere gegen die Newcastle-Krankheit zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuholen. Große Halter impften aktuell konsequent nach, sagte Ey. Sie appellierte aber auch an Hobbyhalter, die geltende Impfpflicht zu berücksichtigen.
Erste Ausbrüche seit 30 Jahren
Im Februar gab es in Brandenburg und Bayern die ersten Ausbrüche bei Geflügel seit rund 30 Jahren in Deutschland. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Aussage Eys bislang nicht betroffen.
Nach Angaben des Verbands äußert sich die Newcastle-Krankheit bei Geflügel unter anderem durch Atemnot, Durchfall und neurologische Störungen. Insbesondere bei Hühnern und Puten könne die Erkrankung tödlich verlaufen. Enten und Gänse zeigen demnach häufig keine Symptome, können das Virus jedoch weiterverbreiten.
Eine Infektion ist laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) trotz Impfung möglich. Geimpfte Tiere seien aber schwerer zu infizieren, schieden weniger Virus aus und dies über einen kürzeren Zeitraum.
Ey appellierte auch an Kleinsthalter, "alles zu tun, was in der Biosicherheit möglich ist". Bei Detailfragen zur Impfung empfiehlt ihr Verband Haltern den Kontakt zum örtlichen Tierarzt.
Zusätzlich gibt es laut FLI-Daten weiterhin Nachweise der Vogelgrippe in Deutschland, zuletzt vor allem bei Wildvögeln, aber teils auch in Haltungen.