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Mecklenburg-VorpommernBackhaus: Klimawandel erfordert besseres Wassermanagement

28.04.2022, 13:06 Uhr
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(Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild)

Schwerin (dpa/mv) - Der Klimawandel erfordert nach Einschätzung von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ein weitreichendes Wassermanagement. So müssten Menschen und Güter nicht nur vor Hochwasser geschützt werden. "Auch das andere Extrem müssen wir im Blick haben. Niedrigwassersituationen verlangen von uns künftig ein viel stärker klimabezogenes Wassermengenmanagement", sagte Backhaus am Donnerstag anlässlich einer Beratung des sogenannten Elbe-Rats in Schwerin.

Das Gremium, in dem Mecklenburg-Vorpommern erstmals den Vorsitz führt, ist Teil der Flussgebietsgemeinschaft Elbe. Seit Juni 2013 sind dort die sieben Elbanrainer-Bundesländer vereint, um Schutzmaßnahmen abzustimmen.

Laut Backhaus ist für das laufende Jahr erneut ein trockener Sommer zu erwarten. Deshalb habe sich der Elbe-Rat in seiner Sitzung in Schwerin mit Lösungen für ein abgestimmtes Wassermanagement befasst. Aber auch Starkregenereignisse wie im vorigen Sommer an der Ahr mit vielen Toten und riesigen Sachschäden machten deutlich, wie dringend die Zusammenarbeit sei.

"Die Bewirtschaftung unserer Gewässer ist in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels eine unserer wichtigsten Aufgaben", betonte Backhaus. Als Beispiel nannte er die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Boizenburg durch Deichrückverlegung.

Nach Angaben des Ministeriums umfasst das Einzugsgebiet der Elbe von der Quelle in Tschechien bis zur Mündung in die Nordsee 148 000 Quadratkilometer. Nach mehreren Elbe-Hochwassern in Folge seit 2002 waren die Schutzvorkehrungen grenzübergreifend erhöht worden.

Quelle: dpa

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