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Mecklenburg-Vorpommern Liskow fordert Energiedebatte "ohne Scheuklappen"

Franz-Robert Liskow.

(Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild)

Schwerin (dpa/mv) - In der Debatte um eine sichere Energieversorgung hat sich Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Franz-Robert Liskow dafür ausgesprochen, alle verfügbaren Ressourcen einzusetzen. "Wir müssen alle Potenziale der Energieversorgung nutzen, ohne Scheuklappen", erklärte der Unionspolitiker am Mittwoch in Schwerin. Zu begrüßen seien daher Signale von Seiten der Grünen, auch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nicht mehr auszuschließen. "Neben dem Ausbau der Erneuerbaren müssen alle Optionen auf den Tisch, auch die Option fossiler Energieträger", ergänzte Liskow.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte angesichts unsicherer russischer Gas-Lieferungen angekündigt, die Vorsorge für den Winter zu verstärken. Dazu gehört auch, dass die Braunkohle-Reserve aktiviert werden soll. Zudem dringt Habeck seit Monaten darauf, den Gasverbrauch in Haushalt und Industrie zu senken.

Liskow wies in dem Zusammenhang Forderungen der Linken zurück, einzig die Industrie mit verpflichtenden Abschaltvorgaben zu belegen. "Den Linken ist und bleibt die Industrie wohl grundsätzlich ein Dorn im Auge, es sei denn, sie hat russische Wurzeln", sagte der CDU-Politiker. In der jetzigen Krise der Industrie in Deutschland den Gashahn abzudrehen, gefährde massiv Arbeitsplätze und Wohlstand. Liskow forderte für den Notfall einen Masterplan für Einsparungen.

Quelle: dpa

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