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Mecklenburg-VorpommernGroße Langzeitgesundheitsstudie geht in nächste Runde

16.03.2026, 13:45 Uhr
Die-Zahl-der-Probanden-und-Probandinnen-des-SHIP-Projekts-Study-of-Health-in-Pomerania-ist-bereits-fuenfstellig

Laut Unimedizin Greifswald ist sie eine der größten bevölkerungsbezogenen Gesundheitsstudien – nun geht die SHIP-Studie in eine neue Untersuchungswelle. Nicht nur Menschen wurden schon untersucht.

Greifswald (dpa/mv) - Fast 30 Jahre nach dem Start und mit bereits Tausenden untersuchten Menschen geht die Langzeitgesundheitsstudie SHIP in Vorpommern in eine neue Phase. Von März bis voraussichtlich Oktober sollen bis zu 1.000 Probandinnen und Probanden umfassend untersucht werden, viele von ihnen seit 1997 bereits zum sechsten Mal. Die Teilnehmenden seien heute zwischen 47 und 102 Jahre alt, teilte die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) mit.

SHIP steht für "Study of Health in Pomerania" (Gesundheitsstudie in Pommern). Für die Studie werden mit einer großen Teilnehmerzahl und wiederholten Untersuchungen über einen langen Zeitraum die Gesundheit und deren Entwicklung in Vorpommern unter die Lupe genommen.

Das SHIP-Projekt, das aus mehreren Kohorten mit teils unterschiedlichem Fokus besteht, zählt laut UMG zu den umfangreichsten bevölkerungsbezogenen Gesundheitsstudien weltweit. Die Daten würden in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten genutzt.

Auch Haustiere schon untersucht

Bislang nahmen im Rahmen der nun fortgesetzten Reihe den Angaben zufolge 925 Menschen an allen fünf bisherigen Untersuchungswellen teil, weitere rund 150 Teilnehmende ließen höchstens eine Untersuchungsrunde aus. Zu den Untersuchungen gehören etwa Messungen, Ultraschall, Zahnmedizin sowie Interviews. Auch Zusatzuntersuchungen wie eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder Untersuchungen der Herz-Kreislauf- und Lungenleistung würden angeboten. SHIP-Untersuchungen sind nur auf Einladung möglich.

Ende 2025 wurde laut UMG die erste Untersuchungswelle einer neuen Gruppe abgeschlossen. Dabei seien seit Mai 2021 fast 4.400 Menschen, aber auch mehr als 1.000 Haustiere untersucht worden. Es geht um den sogenannten One-Health-Ansatz (eine Gesundheit), bei dem die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam betrachtet wird.

Quelle: dpa

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