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Mecklenburg-VorpommernVerzögerte Sanierung - Leuchtturm Kap Arkona länger gesperrt

18.03.2026, 05:39 Uhr
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Der zurückliegende Winter hat auch auf die Sanierung des Leuchtturms am Kap Arkona Auswirkungen. Eigentlich sollte die Besucherplattform bald wieder öffnen - daraus wird so schnell aber nichts.

Kap Arkona (dpa/mv) - Der Leuchtturm am Kap Arkona – eines der Wahrzeichen der Nordspitze Rügens – wird wegen Sanierungsarbeiten länger als geplant für Besucher gesperrt bleiben. "Aufgrund des in diesem Jahr besonders langen und witterungsintensiven Winters haben sich die Bauarbeiten am Leuchtturm Kap Arkona deutlich verzögert", teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee auf Anfrage mit.

Insbesondere das Wetter im Februar habe dazu geführt, dass geplante Arbeiten nicht erledigt werden konnten. Teilweise waren Arbeiten zeitweise gar nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Ursprünglich war geplant, dass die Besucherplattform des Turms hoch über der Steilküste wieder zum Saisonstart im April öffnen kann. Die im Winter ohnehin geschlossene Aussichtsplattform war für die Arbeiten vergangenes Jahr früher für Besucher geschlossen worden.

Auch zuletzt gab es laut WSA durch die Witterung noch Einschränkungen. "Aus diesem Grund lässt sich derzeit kein verbindlicher Fertigstellungstermin benennen." Das WSA geht davon aus, dass in den kommenden sechs bis sieben Wochen noch kein Abschluss der Bauarbeiten erfolgt. "Erst in diesem Zeitraum kann ein konkreter Fertigstellungstermin absehbar werden."

Wind und Wetter ausgesetzt

Der Leuchtturm Kap Arkona wird als Seezeichen für die Schifffahrt umfassend saniert. Früheren Angaben zufolge erfolgte die letzte Sanierung mit ähnlichem Umfang 1991. Wind und Wetter in der exponierten Lage hätten mit der Zeit für Schäden gesorgt. Demnach waren sowohl Stahlbau- als auch Mauerwerksarbeiten vorgesehen. 500.000 Euro sind früheren Angaben zufolge eingeplant gewesen.

Der Turm ist laut der örtlichen Tourismusgesellschaft seit 1905 in Betrieb. Sein Leuchtfeuer befindet sich demnach 75 Meter über dem Meeresspiegel, die Steilküste eingerechnet. Der Bau selbst ist den Angaben zufolge 35 Meter hoch. Nach dem Aufstieg über 164 Stufen auf die Aussichtsplattform seien nicht nur Hiddensee, sondern bei gutem Wetter auch die dänische Insel Møn zu sehen. Der Turm steht unter Denkmalschutz.

Neben dem Leuchtturm befindet sich am Kap Arkona noch der sogenannte Schinkelturm – ein kleinerer, 1828 in Betrieb genommener und 1905 außer Dienst gestellter Leuchtturm mit eckiger Grundform. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich zudem der Peilturm, der 1927 für den militärischen Seefunk errichtet wurde.

Quelle: dpa

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