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Mecklenburg-VorpommernSteinmeier: Wieder lernen, mit Vernunft zusammen zu streiten

14.04.2026, 15:24 Uhr
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Der Bundespräsident mahnt eine respektvolle Streitkultur an. Absolute Einigkeit sei eine Illusion in einer Demokratie.

Stralsund (dpa/mv) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die gesellschaftliche Bedeutung kontroverser, aber respektvoller Debatten betont. Es gehe um die Frage, "sind wir noch in der Lage, mit Respekt vor dem anderen, auf Augenhöhe miteinander mit Vernunft zu streiten?", sagte das deutsche Staatsoberhaupt bei einem Besuch in Stralsund. Trotz alledem, was einem "in den sozialen Medien an Unversöhnlichkeit in der Sprache entgegenschlägt", sagte Steinmeier: "Wir alle sollten und müssen wieder ein bisschen lernen, mit Vernunft miteinander zu streiten."

Es sei eine Illusion, zu glauben, dass man den Punkt erreiche, an dem in der Demokratie alle einer Meinung seien. Vielmehr brauche die Demokratie die Fähigkeit, mit Vernunft miteinander zu streiten und Kompromisse zu schließen.

Bis einschließlich Donnerstag will Steinmeier seine Amtsgeschäfte von Stralsund aus ausüben. Der Besuch ist laut Bundespräsidialamt die achtzehnte Station der Reihe Ortszeit Deutschland, mit der das deutsche Staatsoberhaupt auch Regionen jenseits Berlins oder der Metropolen besser kennenlernen will. Für Mittwoch ist eine Kaffeerunde mit Bürgerinnen und Bürgern geplant, bei der auch kontrovers diskutiert werden soll, etwa über Krieg und Frieden, Zuwanderung und wirtschaftliche Fragen.

Quelle: dpa

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