Mecklenburg-VorpommernSolarparks künftig nur noch auf mageren Böden

Ertragreiche Böden sollen für die Nahrungsmittelproduktion in MV gesichert werden.
Schwerin (dpa/mv) - Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Kontingent für Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf 10.000 Hektar verdoppelt. Zugleich wurden die Bedingungen für die Solarparks verschärft: Großflächenanlagen auf Äckern und Grünland dürfen künftig nur noch auf ertragsarmen Böden errichtet werden, wie aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht.
Durften bisher Landwirtschaftsflächen mit einer Fruchtbarkeit von bis zu 40 Bodenpunkten mit Solarparks überbaut werden, gilt künftig ein Durchschnittswert von maximal 25 Punkten bei Feldern und 30 Punkten bei Grünflächen. Die neuen Bodenwerte wurden den Angaben zufolge in enger Abstimmung mit dem Agrarministerium von Till Backhaus (SPD) festgelegt. "Mit den neuen Kriterien ist sichergestellt, dass hochwertige Böden in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen", erläuterte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Blank.
Der Landesbauernverband sieht es seit längerem kritisch, wenn wertvolles Ackerland mit Solaranlagen überbaut wird. Er fordert, vorrangig Dachflächen, Industriebrachen und Konversionsflächen für Photovoltaik zu nutzen. Würden doch Landwirtschaftsflächen genutzt, müssten dafür ertragsschwache Äcker und Wiesen wie Trockenstandorte mit leichten und sehr sandigen Böden gewählt werden.