Mecklenburg-VorpommernMehrfamilienhaus nach Explosion und Brand weiter gesperrt

Am Tag nach einem Brand mit einem Toten in Schwerin sind viele Frage offen. Die elf Bewohner des Hauses dürfen vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück.
Schwerin (dpa/mv) - Am Tag nach der Explosion mit nachfolgendem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Schweriner Innenstadt sind die Hintergründe noch unklar. Ein Mensch starb, die Identität des Todesopfers sei bisher nicht zweifelsfrei geklärt, sagte eine Polizeisprecherin. Auch zur Ursache des Unglücks liefen die Ermittlungen noch. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise rund um das Brandgeschehen geben können und Fotos oder Videos gemacht haben.
Bei dem Brand starb ein Mann - in einer Wohnung im ersten Geschoss gab es eine Explosion. Eine weitere Person wurde aus einer Wohnung weiter oben im Haus per Drehleiter gerettet und mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Haus unbewohnbar
Das Haus mit sechs Wohnungen sei zwar nicht einsturzgefährdet, aber aktuell nicht bewohnbar, teilte eine Sprecherin der Stadt Schwerin mit. Die elf betroffenen Mieter seien derzeit bei Bekannten und Verwandten untergekommen. Die Sprecherin versicherte, dass die Wohnungsgesellschaft der Stadt bei Bedarf bei der Wohnungssuche behilflich sein werde.
"Aus Gründen der Verunreinigung beispielsweise durch Brandgase dürfen die Mieter ihre Wohnungen in dem Haus bis auf weiteres nicht betreten", sagte die Sprecherin. Überdies könnten lose Teile von der Fassade fallen, etwa Glas der zerstörten Fenster oder auch ganze Fenster. Auf der Straße sei zum Schutz vor herabfallenden Teilen ein Bauzaun errichtet worden.