Sachsen-AnhaltZüchter insolvent - Lösungen für viele Standorte gefunden

Das Schweinezuchtunternehmen Geestferkel ist insolvent. Behörden sorgen für über 100.000 Tiere in Sachsen-Anhalt. Für mehrere Standorte sind Lösungen auf dem Weg.
Halle (dpa/sa) - Nach der Insolvenz des Schweinezuchtunternehmens Geestferkel GmbH mit Sitz in Niedersachsen wird an Lösungen für die Standorte in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Für 10 der 14 betroffenen Anlagen im Land konnten Perspektiven für eine Fortführung geschaffen werden, wie das Landesverwaltungsamt in Halle mitteilte. Mehrere Standorte sollten von neuen Betreibern übernommen werden. An einzelnen Standorten dauerten die Verhandlungen über eine Übernahme noch an.
Die Versorgung der zusammen rund 106.000 betroffenen Schweine sei sichergestellt, hieß es. "Nach aktuellem Stand ist die Versorgung aller betroffenen Tierbestände für das bevorstehende Wochenende und darüber hinaus gewährleistet." Akute Tierschutzprobleme lägen derzeit nicht vor.
Den Angaben zufolge zählt Geestferkel zu den größten Ferkelerzeugern in Deutschland. Das Unternehmen mit rund 188 Mitarbeitern hatte am 28. Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Bundesweit seien mehr als 200.000 Tiere betroffen. Seit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schwierigkeiten arbeiten Insolvenzverwaltung, Landkreise, Veterinärbehörden, Landesverwaltungsamt und das zuständige Ministerium zusammen, um die Versorgung der Tiere dauerhaft sicherzustellen.