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Mecklenburg-VorpommernRaubverdacht - Polizei stoppt Bus mit elf Tatverdächtigen

19.05.2026, 14:27 Uhr
Ermittlungen-der-Polizei-haben-am-Montagabend-die-Fahrt-eines-Rostocker-Linienbusses-gestoppt

Unübersichtlich ist die Lage zunächst für die Polizei nach einem Hinweis auf eine mögliche Straftat. Sie stoppt einen Linienbus mit einem Geschädigten und mehreren Tatverdächtigen.

Rostock (dpa/mv) - Nach dem Hinweis auf eine mutmaßliche Straftat hat die Polizei im Rostocker Stadtteil Schmarl einen Linienbus gestoppt. Da man zunächst nicht das Vorhandensein einer Waffe habe ausschließen können, hätten die Beamten unter anderem spezielle Schutzwesten angezogen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Fahrgäste seien ausgestiegen, und die Beamten hätten deren Personalien aufgenommen.

Ausgangspunkt sei am späten Montagnachmittag der Anruf eines Zeugen gewesen, der von einer mutmaßlichen Freiheitsberaubung zum Nachteil eines 15-Jährigen in einer Wohnung im Stadtteil Evershagen berichtet habe. Die fragliche Gruppe Jugendlicher einschließlich des mutmaßlich Geschädigten bestieg demnach anschließend den später gestoppten Bus.

Nach aktuellem Stand geht die Polizei nicht von einer Freiheitsberaubung aus, ermittelt aber wegen des Verdachts des Raubes zum Nachteil des 15-Jährigen. Er kam laut einer Polizeimitteilung mit leichten oberflächlichen Verletzungen in ein Rostocker Krankenhaus und konnte es noch am Abend wieder verlassen. Elf Tatverdächtige seien im Bus angetroffen worden. Videoaufnahmen aus dem Bus wurden gesichert und werden laut Polizei ausgewertet.

Nach Aussage der Polizeisprecherin steht zudem der Verdacht einer Körperverletzung zum Nachteil eines 17-Jährigen im Raum, der aber andernorts aufgegriffen wurde.

Quelle: dpa

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