Mecklenburg-VorpommernStudenten in MV: Radfahren und eigene Wohnung hoch im Kurs

Erstmal zu Hause bleiben oder eine eigene Wohnung? Mit dem Rad zur Vorlesung oder eine lange Pendelstrecke? Eine Befragung zeigt, dass Studierende in MV besondere Vorlieben haben.
Gütersloh/Rostock (dpa/mv) - Wie wohnen Studierende in Mecklenburg-Vorpommern, wie weit ist die Hochschule weg und wie legen sie den Weg dorthin zurück? Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hat genau danach gefragt. Das Institut interviewte in den vergangenen drei Wintersemestern bundesweit mehr als 87.000 Studierende zu ihrer Wohnsituation und ihrer Mobilität. Hier die Ergebnisse für den Nordosten:
Wer wohnt wo?
Im Ländervergleich wohnen in Mecklenburg-Vorpommern nur wenige Studentinnen und Studenten zu Hause im "Hotel Mama", sehr viele aber in einer privaten Mietwohnung.
Nur 7,0 Prozent der Studierenden in MV wohnen bei den Eltern. Das ist der bundesweit niedrigste Wert.
In einer privaten Mietwohnung leben dagegen 46,7 Prozent der Studierenden. Das ist der bundesweit höchste Wert.
27,2 Prozent teilen die Wohnung mit anderen in einer Wohngemeinschaft.
16 Prozent leben in einem Studentenwohnheim.
Wie weit ist der Weg?
88,3 Prozent der Studierenden im Nordosten leben während des Semesters direkt vor Ort. Das ist der bundesweit höchste Wert.
Nur 2,9 Prozent der Befragten wohnen mehr als 50 Kilometer vom Hochschulort entfernt.
Wie pendeln Studis?
Gefragt wurde auch nach den Verkehrsmitteln, mit denen die Studierenden zur Hochschule kommen.
33,5 Prozent der Studierenden in MV nutzen für diesen Weg öffentliche Verkehrsmittel.
Nur 12,3 Prozent setzen für die Anfahrt auf Auto oder Motorrad.
44,9 Prozent gelangen regelmäßig zu Fuß zur Hochschule.
66,4 Prozent fahren regelmäßig mit dem Rad zur Hochschule. Das ist der bundesweit höchste Wert.